Mittwoch, 04.02.2026

FURTH IM WALD – Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) Furth im Wald ergaben, dass in einem Sicherheitsunternehmen mit Sitz im Landkreis Cham ĂŒber mehrere Jahre hinweg systematisch Schwarzarbeit betrieben wurde. Den Ermittlungserfolg gab das Hauptzollamt Regensburg nun am Dienstag (04.11.2025) bekannt.

Löhne ĂŒber andere Arbeitnehmer ausgezahlt

Zwischen 2016 und 2021 wurden in der Firma Löhne von geringfĂŒgig BeschĂ€ftigten, deren Verdienst die damals geltende Grenze von 450 Euro monatlich ĂŒberschritt, ĂŒber andere Arbeitnehmer ausgezahlt, um SozialversicherungsbeitrĂ€ge zu vermeiden. Außerdem setzte das Unternehmen vermeintliche Subunternehmer ein, die aber tatsĂ€chlich wie regulĂ€re Arbeitnehmer vollstĂ€ndig in den Betrieb eingegliedert waren. Dadurch hinterzog das Unternehmen ebenfalls SozialversicherungsbeitrĂ€ge in erheblichem Umfang.

44-JÀhriger als ScheinselbststÀndiger

Zudem war ein 44-jĂ€hriger Mann ĂŒber fĂŒnf Jahre hinweg als ScheinselbststĂ€ndiger fĂŒr die Firma tĂ€tig. Er leitete Lohnzahlungen an mindestens sechs schwarzbeschĂ€ftigte Kolleginnen und Kollegen weiter, obwohl er selbst in diesem Zeitraum keine eigene Arbeitsleistung erbrachte. Die Staatsanwaltschaft Regensburg warf dem Mann vor, in 42 FĂ€llen Beihilfe zu einem Sozialversicherungsschaden von mehr als 43.000 Euro geleistet zu haben. Das Amtsgericht Regensburg verurteilte ihn in der Folge zu einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 6.375 Euro.

Zollamt-Leiter: „Kein Kavaliersdelikt“

„Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt“, betont der Leiter des Hauptzollamts Regensburg RenĂ© Matschke. „Sie schadet den BeschĂ€ftigten, den ehrlichen Unternehmen und der gesamten Gesellschaft. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit Furth im Wald hat durch sorgfĂ€ltige Ermittlungsarbeit ein System aufgedeckt, das ĂŒber Jahre hinweg auf Kosten der Allgemeinheit lief.“ Der Zoll wĂŒrde auch weiterhin konsequent gegen illegale BeschĂ€ftigung vorgehen.

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