Dienstag, 03.02.2026

DEUTSCHLAND – Fast jeder dritte Brand in Gebäuden geht auf Elektrizität zurück. Häufig sind es alltägliche Haushaltsgeräte, die zur Brandgefahr avancieren. Das Infocenter der R+V-Versicherung zeigt, wie sich das Risiko deutlich senken lässt.

Kühlgeräte, Wäschetrockner, Mehrfachsteckdosen und Geschirrspüler führen die Liste der Brandverursacher im Haushalt an. Schuld daran sind oft Kurzschlüsse, defekte Kabel, Überhitzungen oder fehlerhafte Anschlüsse. Hinzu kommt: Viele Elektrogeräte laufen über Jahre hinweg, ohne dass sie richtig gepflegt werden. „Darum kommt es immer wieder zu Bränden, die sich häufig vermeiden lassen“, sagt Torge Brüning, Brandschutzingenieur bei der R+V Versicherung.

Stromsicherheit fängt beim Kabel an

Ein kritischer Punkt ist die Verbindung zum Stromnetz. Gequetschte oder geknickte Stromkabel können schnell überhitzen. „Darauf sollte man auch achten, wenn ein Gerät an einen anderen Ort gestellt wird“, rät Brüning. Ungenutzte Elektrogeräte haben am Stromnetz nichts zu suchen – auch nicht im Stand-By-Modus, denn sie verbrauchen dann weiterhin Energie.

Besonders tückisch: Mehrfachsteckdosen sind in der Regel auf maximal 3.500 Watt ausgelegt. Ein einzelner Toaster benötigt bereits rund 1.500 Watt. Schließt man zu viel Leistung an, kann ein Kabelbrand entstehen. Noch gefährlicher ist es, zwei oder gar drei Mehrfachsteckdosenleisten hintereinander zu nutzen. „Die Leistungsgrenze bleibt bei 3.500 Watt, die Leistung addiert sich bei mehreren Steckdosen also nicht“, erklärt Brüning.

Richtige Nutzung schützt vor Bränden

Heizdecken, Bügeleisen und Lüfter benötigen Sicherheitsabstand zu leicht brennbaren Materialien. Bei Kühlschränken erhöhen dicke Eisschichten im Inneren oder abgedeckte Lüftungen die Brandgefahr erheblich. Dasselbe gilt für verdreckte Dunstabzugshauben oder ein verstopftes Flusensieb beim Wäschetrockner. „Zudem sollten die Geräte fachgerecht repariert oder ausgetauscht werden, wenn sie überaltert oder defekt sind“, sagt Brüning.

Zudem sollte jedes Elektrogerät ausreichend Luftraum haben, um Hitzestaus zu vermeiden. Geräte laufen idealerweise nur dann in der Abwesenheit, wenn der Hersteller das explizit vorsieht. Besondere Vorsicht ist bei Lithium-Ionen-Akkus geboten – sie führen inzwischen die Liste der Brandverursacher an. Diese sollten immer auf einer feuerfesten Unterlage und unter Aufsicht geladen werden. Die Verwendung des Original-Ladegeräts ist dabei essentiell.

Bei einem tatsächlichen Wohnungsbrand kommt in der Regel die Hausratversicherung für Schäden am Hab und Gut auf.

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