Donnerstag, 12.02.2026

PFAFFENHOFEN AN DER ILM – Die Stadt hat den 29. Kulturförderpreis an den 19-Jährigen Quirin Meinersmann verliehen. Die Auszeichnung erkannte das musikalische Talent und das kulturelle Engagement des jungen Musikers an.

Die Verleihung fand gestern Abend im Festsaal des Rathauses statt. Meinersmann spielt Akkordeon, Posaune und Klavier und besuchte viele Jahre die Städtische Musikschule Pfaffenhofen. Der mit 1.500 Euro dotierte Kulturförderpreis honoriert junge Talente und wird seit 1993 vergeben.

Musikalischer Auftakt beim Kulturförderpreis

Zum Eröffnung des Festabends spielte der Preisträger gemeinsam mit Auwi Geyer, Georg Maus und Jonathan Schied an der Posaune ein Werk von Biagio Marini. Bürgermeister Thomas Herker hieß anschließend alle Anwesenden willkommen.

Musikreferent Max Penger würdigte Meinersmann ausführlich in seiner Laudatio. „Quirin Meinersmann steht für eine Generation von Musikerinnen und Musikern, die mit Ernsthaftigkeit, Disziplin und großer Freude an der Musik ihren Weg gehen“, erklärte Penger. Der Referent hob besonders hervor: „Er musiziert nicht für den schnellen Applaus, sondern aus innerer Überzeugung. Er gestaltet, hört zu, lernt weiter – und besonders schön dabei: Er bleibt stets mit seiner Heimat verbunden.“

Weg von der Musikschule zur Hochschule

Penger zeichnete Meinersmanns musikalische Entwicklung nach. Der 19-Jährige begann an der Städtischen Musikschule, spielte in der Bläserklasse der Georg-Hipp-Realschule und engagierte sich in verschiedenen Ensembles. Sein aktuelles Ziel ist die Aufnahme an einer Musikhochschule. Nach dem Abitur an der FOS Scheyern absolvierte er eine zweijährige Ausbildung an der Berufsfachschule für Musik in Krumbach, um sich gezielt auf sein Hochschulstudium vorzubereiten.

„Als Kommune sind wir stolz auf junge Menschen wie ihn. Sie zeigen, dass kulturelles Leben nicht nur in großen Städten entsteht, sondern genau hier – in Proberäumen, Klassenzimmern und auf kleinen Bühnen. Kultur wächst überall dort, wo wie ernst genommen und gefördert wird“, sagte Penger.

Bürgermeister Herker verlieh den Kulturförderpreis anschließend offiziell. Meinersmann trug sich in das Goldene Buch der Stadt ein. In seiner Dankesrede betonte er die Unterstützung durch seine Familie, Lehrer und Förderer. Die Musikschule sei dabei „sein zweites Wohnzimmer“ gewesen.

Virtuose an mehreren Instrumenten

Der Preisträger gestaltete den weiteren Abend musikalisch sehr abwechslungsreich. Er präsentierte ein Klaviersolo, ein Akkordeonstück und ein weiteres Stück am Klavier mit Schlagzeugbegleitung von Finn Lippold. Für sein Können am Akkordeon erhielt Meinersmann bereits das Goldene Leistungsabzeichen.

Der Stadtrat hatte Ende letzten Jahres auf gemeinsame Empfehlung von Kulturreferent Reinhard Haiplik und Musikreferent Max Penger einstimmig die Verleihung des Kulturförderpreises beschlossen.

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