Donnerstag, 12.02.2026

AUGSBURG – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat die erfolgreiche Bilanz der Bayerischen Digitalen Gründerzentren gewürdigt. Bei einer Jubiläumsveranstaltung in Augsburg lobte der Staatsminister die „starke, lebendige und wachsende Gründerlandschaft“ im Freistaat und betonte die Bedeutung von Start-ups für die wirtschaftliche Zukunft.

Bayern nimmt beim Thema Unternehmensgründungen eine Spitzenposition ein. Im vergangenen Jahr entstanden bundesweit 3.568 neue Unternehmen, davon 785 in Bayern – das entspricht 22 Prozent aller Neugründungen. Der Freistaat überflügelt damit deutlich Nordrhein-Westfalen (658 Gründungen) und Berlin (619 Gründungen). Besonders beeindruckend fällt die Bilanz in München aus: Die Landeshauptstadt rangiert deutschlandweit auf Platz eins bei den Gründungen pro Kopf und baut ihren Vorsprung gegenüber Berlin kontinuierlich aus.

Digitale Gründerzentren prägen bayerisches Ökosystem

Aiwanger betonte die strategische Bedeutung der Gründerzentren: „Es war die richtige Entscheidung, inzwischen 19 digitale Gründerzentren an 30 Standorten aus der Taufe zu heben. Wir haben 150 Millionen Euro in ein regionales und bayernweit vernetztes Ökosystem für neue Ideen und neues Wachstum investiert.“ Der Minister sieht Start-ups als wichtiges Gegengewicht zu traditionellen Industrien. „Gerade in einer Zeit, in der Industriebranchen wie Automobil, Chemie oder Maschinenbau durch den internationalen Wettbewerb zunehmend unter Druck geraten, sind Start-ups eine großartige Ergänzung für unseren Wirtschaftsstandort.“

Die Landesregierung verfolgt dabei ein umfassendes Konzept. Mit der Initiative „Gründerland Bayern“ setzte das Bayerische Wirtschaftsministerium früh auf die Digitalisierung. „Wir haben Start-up-Gründer gezielt beraten und finanziell unterstützt. Dadurch haben wir dafür gesorgt, dass junge Unternehmen hierbleiben und Arbeitsplätze in Bayern schaffen“, erklärte Aiwanger.

Kapitalzugang für junge Unternehmen verbessert

Um Start-ups den Zugang zu Kapital zu erleichtern, startete der Freistaat im vergangenen Jahr die Initiative „VC4Start-ups“. Der neue Bayern-Kapital-Wachstums- und Scale-up-Fonds verfügt über ein Volumen von 500 Millionen Euro. Pro Unternehmen ermöglicht der Fonds Beteiligungen von bis zu 50 Millionen Euro. Zusätzlich erhöht der Freistaat die Fonds-in-Fonds-Investitionen durch den LfA-Dachfonds Bayern um 150 Millionen Euro. Der Bayern-Kapital-Innovationsfonds III erhalten eine Ausstattung von 100 Millionen Euro.

Aiwanger fasste die Strategie zusammen: „Wir setzen auf Coaching, Infrastruktur, Netzwerke und Kapital. Jeder Euro und jede Bemühung, die wir in unsere jungen Unternehmer investieren, ist Gold wert. Denn die Unternehmer von heute sind die Garanten für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft von morgen. Wir haben gemeinsam ein Gründer-Jahrzehnt geprägt, und ich bin überzeugt: Die nächsten zehn Jahre werden noch stärker, noch dynamischer und noch innovativer. Unsere digitalen Gründerzentren bleiben Vorbild, Mutmacher und Motor für ein starkes Bayern.“

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