Freitag, 02.01.2026

NÜRNBERG – Ein 63-jähriger Taxifahrer meldete sich am Montag (25.08.2025) beim Polizei-Notruf und schilderte, dass er gerade einen Fahrgast nach Schwanstetten gefahren habe. Er vermutete, dass es sich bei dem Mann um einen Abholer im Fall einer Callcenter-Betrugsmasche handeln könnte.

Verdächtiges Verhalten des Fahrgasts

Dem Taxifahrer kam unter anderem komisch vor, dass der Fahrgast von ihm verlangte, an der Zieladresse kurz zu warten, um ihn anschließend zurück nach Nürnberg zu fahren. Als der verdächtige Fahrgast zum Fahrzeug zurückkehrte, legte der umsichtige Fahrer zunächst vorsichtshalber auf.

Polizei koordiniert Fahndung

Die Beamten in der Einsatzzentrale traten erneut mit dem Taxifahrer in Kontakt. Mittels geschickter Gesprächsführung fanden sie den Standort des Fahrzeugs heraus, ohne dass der Fahrgast Verdacht schöpfte. Parallel lief eine koordinierte Fahndung mit mehreren Streifen der Polizeiinspektionen Roth, der Verkehrspolizei Feucht sowie der Zivilen Einsatzgruppe Schwabach.

Festnahme mit 80.000 Euro Beute

An einer Tankstelle im Nürnberger Süden hielten die Beamten das Taxi an. Bei dem 27-jährigen Fahrgast fanden sie Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von über 80.000 Euro. Nach Anwohnerbefragungen stießen die Ermittler auf eine 79-jährige Frau aus Schwanstetten, die Opfer eines „Schockanrufs“ geworden war. Sie glaubte, ihre Wertgegenstände einem Anwalts-Gehilfen übergeben zu haben, weil ihr Sohn angeblich einen schweren Unfall verursacht habe. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte Haftantrag gegen den 27-Jährigen. Ein Haftrichter erließ Haftbefehl.

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