Mittwoch, 04.02.2026

BAYERN – Das Bayerische Umweltministerium stellt den Kommunen im Freistaat auch 2026 erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung. Insgesamt 215 Millionen Euro fließen in diesem Jahr über die RZWas (Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben) in Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Damit setzt die Staatsregierung ihre Unterstützung für eine der wichtigsten Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge fort.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betont die strategische Bedeutung dieser Investitionen: „Die sichere Versorgung der Menschen in ganz Bayern mit Trinkwasser hat höchste Priorität. Wir brauchen eine zukunftsfeste Wasserversorgung. Regelmäßige Investitionen in die vorhandenen Leitungsnetze und technischen Anlagen sind eine Pflichtaufgabe und gewaltige Herausforderung für unsere Kommunen. Wir lassen unsere Kommunen bei dieser Mammutaufgabe nicht allein.“

RZWas etabliert sich als Erfolgsprojekt

Die Förderrichtlinie RZWas hat sich zu einer der bedeutendsten Fördermaßnahmen des Umweltministeriums entwickelt. In den vergangenen Jahren ermöglichte die Finanzierung die Sanierung von über 1.100 Kilometern Wasserleitungen und etwa 660 Kilometern Abwasserkanälen. Darüber hinaus unterstützte das Programm Kommunen beim erstmaligen Bau von mehr als 400 Kilometern Verbundleitungen. Diese Investitionen tragen dazu bei, die Wasserversorgung auch in Trockenjahren zu sichern.

Glauber unterstreicht die gesamtgesellschaftliche Dimension: „Die RZWas ist ein absolutes Erfolgsprojekt. Die Förderung ist ein wesentlicher Baustein für zukunftssichere Trink- und Abwasseranlagen überall in Bayern. Insbesondere für Kommunen im Raum mit besonderem Handlungsbedarf brauchen wir klare Leitplanken für die Förderung. Damit schaffen wir gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land und faire Preise für die Bürgerinnen und Bürger.“

Klimaresiliente Wasserwirtschaft im Fokus

Das Förderprogramm adressiert auch die Herausforderungen des Klimawandels. Kommunen erhalten Unterstützung für Hochwasserschutz, Starkregenvorsorge und die Umgestaltung von Gewässern zu klimaangepassten Lebensräumen. Diese Maßnahmen verbinden Wasserschutz mit ökologischem Mehrwert und Artenvielfalt.

Die Auszahlungen der 215 Millionen Euro erfolgen im ersten und zweiten Quartal 2026. Zusätzliche Mittel in Höhe von 50 Millionen Euro stammen aus dem Sondervermögen des Bundes und sind bis Ende 2026 zu erwarten. Mit diesen Finanzmitteln setzen Bayerns Kommunen ihre notwendigen Investitionen in eine resiliente und zukunftssichere Wasserwirtschaft fort.

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