Donnerstag, 21.05.2026

Horror-Crash bei Lichtenau

Trucker (53) verstirbt noch am Unfallort aufgrund seiner Verletzungen

Amy M. 20.05.2026, 13:11 Uhr 3 Min. Lesezeit Drucken
Zwei weiße Lastwagen eng ineinander verkeilt, im Hintergrund die Feuerwehr
Foto: Goppelt / Vifogra

A6 BEI LICHTENAU - Auf dem Seitenstreifen stand am Mittwochmorgen ein Lastwagen. Warum? Noch absolut unklar. Was dann passierte, entwickelte sich zur TragΓΆdie. Ein 53-jΓ€hriger RumΓ€ne fuhr mit seinem Lastwagen auf das stehende Fahrzeug auf.

Fahrerkabine massiv verformt

Bedingt durch die Wucht des Aufpralls verformte sich die Fahrerkabine des 53-JΓ€hrigen massiv. Ersthelfer waren sofort zur Stelle. Jedoch mussten sich die eintreffenden RettungskrΓ€fte erst einen Weg zum Trucker bahnen. Der Mann hatte jedoch so schwere Verletzungen erlitten, dass er trotz aller Rettungsversuche noch am Unfallort verstarb.

Zweiter Trucker mit GlΓΌck im UnglΓΌck

Der 58-jΓ€hrige tΓΌrkische Trucker hingegen hatte GlΓΌck im UnglΓΌck und erlitt nur leichte Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.Β 

Polizei spricht ΓΌber traumatische Bilder

Das waren Bilder, die auch für die RettungskrÀfte nicht alltÀglich sind. "Ja, auch an uns geht so ein Unfall nicht spurlos vorüber. Es sind schlimme Bilder, die wir sehen, aber wir haben hier gute Maßnahmen in den Dienststellen beziehungsweise auch untereinander. Wir sprechen über das Gesehene und über das Geschehene und holen uns notfalls professionelle Hilfe und arbeiten das Gesehene und Geschehene auf", erklÀrt Oliver Trebing, Pressesprecher beim PolizeiprÀsidium Mittelfranken gegenüber Vifogra.

Wichtige Hinweise fΓΌr Ersthelfer

Trebing betont auch, dass Ersthelfer wichtig sind. Doch auch bei der Ersten Hilfe gibt es wichtige Dinge zu beachten, worauf er explizit noch einmal hinweist: "Wenn Sie sich, gerade auf einer Autobahn, nicht selbst in Gefahr bringen - der Eigenschutz ist mit das Allerwichtigste. Sie sollten sich selbst nicht in Gefahr bringen und dann dem Verletzten Hilfe leisten beziehungsweise auch einen Notruf absetzen."

110 anrufen und Unfallstelle absichern

"Rufen Sie so schnell wie mΓΆglich die 110. Sichern Sie die Unfallstelle ab. Sichern Sie sich selbst ab, mit einer Warnweste, schalten Sie das Warnblinklicht an und passen Sie auf sich auf, dass Ihnen nichts passiert. Und ganz wichtig: Rufen Sie die 110 oder den Notruf 112 an und teilen Sie den Kollegen am Telefon mit, was Sie wahrgenommen haben und versuchen Sie alle Fragen zu beantworten", appelliert Trebing an potenzielle Ersthelfer.

Gutachten soll Unfallursache klΓ€ren

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, gilt es nun zu ermitteln. Auf Anordnung der zustΓ€ndigen Staatsanwaltschaft gab ein SachverstΓ€ndiger ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag. Um den RΓΌckstau ab der Anschlussstelle Lichtenau aufzulΓΆsen, fΓΌhrten die Beamten diesen nach den Rettungs- und Bergungsarbeiten an der Unfallstelle vorbei.

A6 weiter gesperrt

Für weitere Maßnahmen, wie das Gutachten und die Bergung, bleibt die A6 in Fahrtrichtung des Unfalls bis auf Weiteres gesperrt. Autofahrer müssen mit erheblichen Behinderungen rechnen.

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