Mittwoch, 14.01.2026

GAUTING – Ein 60-jĂ€hriger Anwohner meldete am Mittwochvormittag (26.05.2025) um 9 Uhr der Einsatzzentrale eine verdĂ€chtige Person, die mit einem Tarnnetz ĂŒber dem Körper in einem Feld zwischen Unterbrunn und Oberpfaffenhofen liegen wĂŒrde, und löste so einen grĂ¶ĂŸeren Polizeieinsatz aus. Bei Eintreffen der ersten beiden Streifen der Gautinger Polizei konnten die Beamten tatsĂ€chlich einen Mann aus einigen hundert Metern Entfernung in dem besagten Feld unmittelbar neben dem Flughafen Oberpfaffenhofen feststellen.

Polizeieinsatz wegen Mann mit „Langwaffe“ am Flughafen

Der VerdĂ€chtige trug olivfarbene Kleidung und hielt einen schwarzen lĂ€nglichen Gegenstand vor seinem Körper. Aufgrund der großen Entfernung konnten die Polizisten zunĂ€chst nicht zweifelsfrei ausschließen, dass es sich bei dem Gegenstand um eine Langwaffe handeln könnte. Die Situation verschĂ€rfte sich, als der Mann einmal kurz aufstand und sich dann wieder auf den flachen Boden legte.

Fernglas bringt Klarheit: Kamera statt Gewehr

Erst nachdem eine weitere Streife mit einem Fernglas zur Einsatzörtlichkeit kam, konnten die Beamten sicher feststellen, dass es sich bei dem vermeintlichen Gewehr um ein stattliches Kameraobjektiv handelte. Die Polizisten forderten den Mann mittels Lautsprecherdurchsage auf, das Feld zu verlassen und sich zu den Beamten zu begeben.

Vogelfotograf empört: „Das ist reine Schikane!“

Bereits auf dem Weg zu den Polizisten beschwerte sich der 57-jĂ€hrige MĂŒnchner lautstark und sprach von reiner Schikane der örtlichen Polizei. Er Ă€rgerte sich, dass die Beamten ihn nicht kennen wĂŒrden, obwohl er ein bekannter Vogelfotograf sei. Nach der Feststellung seiner Personalien durfte er wieder zu seinem Aussichtsplatz zurĂŒckkehren, um dort – so die Polizei – weiter Aufnahmen von den seltenen Feldlerchen zu „schießen“.

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