PASSAU â Beamte der Wasserschutzpolizei Passau entdeckten am Dienstag (20.08.2025) bei einer routinemäĂigen Kontrolle eines unter Schweizer Flagge fahrenden Fahrgastkabinenschiffes einen schweren UmweltverstoĂ. An Bord des Kreuzfahrtschiffes befanden sich rund 215 Personen, darunter Passagiere, Besatzung und Hotelpersonal.
Abwasser fällt durch Farbe und Geruch auf
Im Fokus der ĂberprĂźfung stand die bordeigene Kläranlage, die das anfallende Abwasser aus KĂźche, Wäscherei sowie Sanitär- und Duscheinrichtungen reinigen und anschlieĂend legal in die Donau einleiten soll. Schon bei der ersten SichtprĂźfung fiel das Abwasser durch auffällige Farbe und starken Geruch auf. Ein anschlieĂend durchgefĂźhrter Schnelltest bestätigte den Verdacht: Die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte wurden deutlich Ăźberschritten.
Kläranlage sofort stillgelegt
Die Wasserschutzpolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen eines schweren Umweltdelikts gegen den verantwortlichen Vertreter des Unternehmens ein. Um eine weitere Verunreinigung des Flusses zu verhindern, verplombten die Beamten das Auslassventil der Kläranlage umgehend. Das betroffene Unternehmen muss nun die ordnungsgemäĂe Funktion der Abwasseraufbereitungsanlage nachweisen. Erst nach erfolgreicher ĂberprĂźfung durch die BehĂśrden darf das gereinigte Abwasser wieder in die Donau eingeleitet werden.
