DEUTSCHLAND – Millionen Straßenkatzen leben in Deutschland im Verborgenen und kämpfen täglich ums Überleben. Hunger, Kälte, Krankheiten und Verletzungen prägen ihren Alltag. Doch über diese Tiere kursieren zahlreiche Irrtümer, die dazu führen, dass ihr enormes Leid vielen Menschen verborgen bleibt. Der Deutsche Tierschutzbund startet deshalb eine Aufklärungskampagne und macht die Top fünf der Irrtümer über Straßenkatzen öffentlich.
„Viele Menschen wissen gar nicht, dass es in Deutschland Straßenkatzen gibt. Viele glauben, Straßenkatzen seien Wildkatzen, bräuchten den Menschen nicht und kämen gut alleine in der Natur zurecht. Diese Annahmen sind falsch und haben schwerwiegende Folgen“, erklärt Dr. Dalia Zohni, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Die falschen Vorstellungen führen dazu, dass notwendige Maßnahmen zum Schutz der Tiere nicht ausreichend umgesetzt oder unterstützt ankommen.
Hauskatzen statt Wildkatzen – Der größte Irrtum
Tatsächlich handelt es sich bei Straßenkatzen um frei lebende Hauskatzen. Diese Tiere stammen ursprünglich von nicht kastrierten Katzen aus Privathaushalten ab und sind keineswegs Wildkatzen. Fast alle dieser Straßenkatzen sind durch Krankheiten, Parasiten, Verletzungen und Hunger erheblich geschwächt. Die Chance, dass Straßenkatzen älter als nur wenige Monate alt sind, ist gering.
Kastration und Aufklärung als Lösungsweg
Der Deutsche Tierschutzbund betont, dass nur durch sachkundige Aufklärung und verantwortungsvolle Katzenhaltung das Leid der Tiere langfristig sinkt. Dazu zählt auch die Kastration der eigenen Freigängerkatze – eine zentrale Maßnahme zur Eindämmung der Straßenkatzen-Population. Mit seiner Informationsarbeit und der Kampagne „Jedes Katzenleben zählt“ will der Verband die Öffentlichkeit für das Leid der Straßenkatzen sensibilisieren und falsche Vorstellungen korrigieren. Interessierte finden die wichtigsten Irrtümer und Fakten auf der Website www.jetzt-katzen-helfen.de/strassenkatzen. Das Ziel des Verbands: den Katzenschutz in Deutschland nachhaltig stärken und damit echte Verbesserungen für Millionen leidender Tiere erreichen.

