Donnerstag, 15.01.2026

INGOLSTADT – Die IG Metall hat mit einer Jahresauftaktveranstaltung im Museum mobile den Startschuss für ein entscheidendes Jahr bei Audi Ingolstadt gegeben. Am Mittwoch (14.01.2026) rückten die wirtschaftlichen Herausforderungen, die Transformation des Standorts und die bevorstehende Betriebsratswahl im März in den Fokus.

Betriebsratswahl als Weichenstellung

Betriebsratsvorsitzender Jörg Schlagbauer stellte klar: „Die Betriebsratswahl ist nicht nur ein Termin im März. Sondern es ist eine Richtungsentscheidung für die kommenden Jahre und die Zukunft des Audi Standorts Ingolstadt“, wie er laut Pressemitteilung der IG Metall sagte. Es gehe darum, ob die Beschäftigten die Transformation mitgestalten oder nur Zuschauer sind. Ob in den Standort investiert oder nicht. Ob neue Fahrzeuge im Werk produziert oder nicht. Ob die Arbeitsplätze langfristig sicher sind oder nicht.

Kampf für Investitionen und neue Modelle

Schlagbauer betonte die Notwendigkeit einer starken Interessenvertretung: „Nur ein starker IG Metall Betriebsrat wird vom Unternehmen gehört, wenn er für Investitionen kämpft, sich für neue Fahrzeuge und eine bessere Werkbelegung ins Zeug legt und damit die Arbeit und die Arbeitsplätze sichert“, wie er laut Pressemitteilung sagte. Die klare Botschaft lautet: „Wir stehen für ‚Mehr Audi im Audi!‘ – Niemand sonst!“

Stimme der Belegschaft muss gehört werden

Die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende und Vertrauenskörperleiterin Karola Frank erklärte: „2026 wird ein entscheidendes Jahr für die Beschäftigten bei Audi. Es geht um gute Arbeit, um Sicherheit und darum, dass die Stimmen der Belegschaft gehört werden – im Alltag und auch bei der kommenden Wahl“, wie sie laut Pressemitteilung sagte. Ihre Stellvertreter-Kollegin Rita Beck ergänzte, dass gerade in Zeiten von Unsicherheit und Veränderung Engagement und Beteiligung die Grundlage für lebendige Mitbestimmung bei Audi sind.

Bedeutung für die gesamte Region

Carlos Gil, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt, unterstrich die regionale Bedeutung: „Audi ist ein zentraler industrieller Arbeitgeber in der Region. Eine starke Interessenvertretung und eine aktive Belegschaft sind entscheidend, damit Transformation sozial und zukunftsfähig gestaltet wird“, wie er laut Pressemitteilung sagte.

Kabarettist setzt kulturellen Akzent

Einen besonderen Programmpunkt bildete der Auftritt des Kabarettisten Christian Springer. Mit Humor und Haltung thematisierte er gesellschaftliches Engagement: „Demokratie und Mitbestimmung leben davon, dass Menschen nicht gleichgültig bleiben, sondern sich einmischen“, wie er laut Pressemitteilung sagte.

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