Mittwoch, 04.02.2026

MÜNCHEN – Rooibos-Tee ist eine KrĂ€uterteespezialitĂ€t, deren Aroma an Schwarztee erinnert. Damit hebt sich Rooibos geschmacklich deutlich von anderen KrĂ€utertees ab. Verantwortlich fĂŒr den charakteristischen Geschmack ist der Pflanzenstoff Aspalathin.

Einzigartiger Pflanzenstoff nur in SĂŒdafrika

Aspalathin fanden Forscher bislang ausschließlich in Aspalathus linearis nach, der sĂŒdafrikanischen Pflanze, aus welcher der Tee gewonnen ist. Aufgrund ihrer besonderen klimatischen AnsprĂŒche gedeiht sie nur in ausgewĂ€hlten Regionen SĂŒdafrikas. Seit 2021 trĂ€gt Rooibos – auch Rotbusch oder Redbush genannt – als erstes afrikanisches Erzeugnis das EU-Siegel „geschĂŒtzte Ursprungsbezeichnung (g. U.)“. Dieses legt seine Herkunft verbindlich auf bestimmte Gebiete nördlich von Kapstadt fest.

Rot oder grĂŒn – der Unterschied liegt in der Fermentation

Bevor Rooibos als Tee in die Tasse kommt, schneiden die Produzenten BlĂ€tter und StĂ€ngel klein und fermentieren sie in der Sonne. Dabei entsteht der typisch rote Rooibostee. Er schmeckt nach leicht sĂŒĂŸem Schwarztee. GrĂŒner Rooibos dagegen erhĂ€lt keine Fermentation. „Er behĂ€lt daher seine grĂŒnliche FĂ€rbung und erinnert im Geruch an getrocknete WiesenkrĂ€uter“, sagt Katharina Holthausen, ErnĂ€hrungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Geschmacklich ist er dezenter und wĂŒrziger.

Die richtige Zubereitung

FĂŒr eine Tasse genĂŒgt ein knapper Teelöffel Rooibos, der mit sprudelnd heißem Wasser ĂŒbergossen ist. Nach drei bis fĂŒnf Minuten Ziehzeit ist der Tee trinkbereit. Wer mag, kann ihn mit sĂŒĂŸenden Zutaten, Milch oder einem Spritzer Zitrone ergĂ€nzen. Da Rooibos von Natur aus koffeinfrei ist, eignet er sich auch hervorragend fĂŒr den Genuss am Abend.

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