SCHROBENHAUSEN – Der im November neu gewählte Jugendstadtrat hielt am 9. und 10. Januar seine erste Klausurtagung ab. Insgesamt 13 der 21 Jugendlichen beteiligten sich an diesem Kurzausflug, um gemeinsam Themen und Aktionen für das Jahr 2026 zu finden. Betreut sind sie dabei von Stadtjugendpflegerin Christiane Kastl und Bene Schmid vom Kreisjugendring.
Start im JuZe GreenHaus
Am Freitag startete die Gruppe direkt nach der Schule im JuZe GreenHaus mit einem stärkenden Mittagessen. Dort begrüßten sie neben Jonas Heubl, der seit einem halben Jahr im JuZe tätig ist, auch Schrobenhausens neuer Streetworker Simon Mennes von der Caritas Schrobenhausen. Anschließend fuhren die Jugendlichen zusammen mit den beiden Verantwortlichen ins Schülerwohnheim des Kreisjugendrings nach Neuburg, um dort bis Samstagnachmittag konkrete Projekte und Ziele für das kommende Jahr auszuarbeiten.
Klagemauer zeigt Kritikpunkte auf
In einer ersten Phase formulierten die Jugendlichen ihre Kritikpunkte in Form einer Klagemauer. Die Fragestellung hierzu war, was in der Stadt Schrobenhausen verbesserungswürdig ist und was ihnen fehlt. Insbesondere die recht kahle, unbunte Innenstadt, fehlende Nahverkehrsangebote sowie eine nicht nutzbare Stadthalle und zu wenige Angebote und Orte für Jugendliche bemängelten die Teilnehmer.
Drei konkrete Projektideen entwickelt
Im Rahmen dieser Kritikphase erörterten die Jugendlichen auch, welchen Themen sich ein Jugendstadtrat stellen kann und welche Anliegen im Rahmen eines politischen Diskurses gar nicht lösbar sind. Anschließend erarbeiteten sie Schritt für Schritt anhand vielfältiger Methoden Ideen. Dabei konzentrierten sich die Jugendlichen auf drei Themenbereiche: Der Jugendstadtrat möchte im Jahr 2026 im Oktober eine „Lange Nacht der Demokratie“ umsetzen, hierzu sollen Vorgespräche mit der VHS geführt werden. Außerdem möchten die Jugendlichen attraktive Veranstaltungen anbieten, sowohl Party-Events als auch Sportveranstaltungen. Ein drittes Thema ist die Begrünung von Wiesen durch eine Seedbomb-Aktion mit und für Kinder der Kindergärten und Schulen in Schrobenhausen.
Bürgermeister Reisner gibt Einblicke
Am Samstagmittag stieß Bürgermeister Harald Reisner zur Klausurtagung dazu. Ihm stellten die Jugendlichen die ausgewählten Projekte vor. Außerdem diskutierten sie mit ihm weitere Themen: fehlender beziehungsweise ungenügender öffentlicher Nahverkehr, eine geschlossene Stadthalle sowie die Einrichtung einer monatlichen Bürgersprechstunde. Im Rahmen dieser Diskussion erläuterte der Bürgermeister seine Sichtweise zu den angesprochenen Themen und gab Einblicke in künftige Projekte der Stadt Schrobenhausen, wie zum Beispiel den Hochwasserschutz, die kommende Landesgartenschau und das Thema Flexibus.
Produktive Zusammenarbeit
Die Klausurtagung war geprägt von einer guten und produktiven Zusammenarbeit zwischen „alten“ und „neuen“ Jugendstadtratsmitgliedern. Das gegenseitige Kennenlernen nahm bei dieser Veranstaltung besonderen Raum ein, da sich die Zusammensetzung und Führungsstruktur des Gremiums im November maßgeblich verändert hatte.

