Freitag, 16.01.2026

PFAFFENHOFEN AN DER ILM – Die Stadt Pfaffenhofen hat am Donnerstagabend (15.01.2026) die sportlichen Erfolge zahlreicher Athletinnen und Athleten aus Pfaffenhofen und Umgebung gewürdigt. Bei der Sportlerehrung im Festsaal des Rathauses zeichnete die Stadt insgesamt 32 Sportlerinnen und Sportler sowie eine Mannschaft für ihre Leistungen der vergangenen beiden Jahre aus.

Sportförderung drittgrößter Haushaltsposten

Bürgermeister Thomas Herker begrüßte die Geehrten gemeinsam mit ihren Begleitungen sowie zahlreiche Mitglieder des Stadtrats und weitere Ehrengäste. In seiner Ansprache betonte Herker die hohe Bedeutung der Sportförderung für die Stadt: Nach Kitas und Tiefbau sei sie der drittgrößte Investitionsposten im städtischen Haushalt. Auch in finanziell herausfordernden Zeiten sei es der Stadt ein wichtiges Anliegen, den Breiten- und Vereinssport weiterhin zu unterstützen. Herker würdigte die ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportler für ihre Erfolge und dankte zugleich allen ehrenamtlich Engagierten in den Vereinen.

Volleyball-Nationaltrainer als Festredner

Festredner des Abends war Daniel von Känel, Cheftrainer der deutschen Volleyball-U19-Nationalmannschaft. In seiner Rede erzählte er, dass er selbst im Jahr 2009 im Festsaal für seine sportlichen Leistungen geehrt ist, und zeichnete seinen Weg vom Trainer in Dachau bis hin zum Nationaltrainer nach. Gerade in einer von Unsicherheit geprägten Zeit könne der Sport ein stabilisierender Anker sein und insbesondere jungen Menschen Halt und Gemeinschaft bieten. Von Känel sprach zudem über seinen Traum von Olympischen Spielen, den er nicht als aktiver Sportler, sondern als Betreuer verwirklichen konnte. Träume erforderten Mut und die Bereitschaft, auch unbequeme Schritte zu gehen oder Umwege in Kauf zu nehmen.

Sportvereine als verbindende Kraft

Martin Rohrmann, erster Vorsitzender des Sportgremiums, gratulierte den Geehrten zu ihren Erfolgen, auf die häufig jahrelang hingearbeitet werde. Sportvereine vermittelten zentrale Werte wie Respekt, Fairness und Teamgeist und wirkten als verbindende gesellschaftliche Kraft über Alters- und Ländergrenzen hinweg. Rohrmann dankte den Sportlerinnen und Sportlern sowie den Verantwortlichen in den Vereinen für ihren Einsatz, ihre Leidenschaft und ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander.

Max-Heckmeier-Medaille für Schwimm-Ass Bockes

Die Urkunden überreichten Bürgermeister Thomas Herker, Sportreferent Adolf Lohwasser und Sportgremiums-Vorsitzender Martin Rohrmann. Unter den Geehrten befand sich auch die Indiaca-Damenmannschaft des MTV 1862 Pfaffenhofen, die für ihren ersten Platz bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft Ü50 ausgezeichnet ist.

Eine besondere Ehrung erhielt Moritz Bockes vom MTV 1862 Pfaffenhofen: Ihm verlieh die Stadt die Max-Heckmeier-Gedächtnis-Medaille für seine herausragenden Leistungen im Schwimmen bei Deutschen Meisterschaften sowie Europameisterschaften. Im Jahr 2025 errang Bockes unter anderem den Titel des Deutschen Meisters über 800 Meter und 1.500 Meter Freistil bei den Kurzbahnmeisterschaften.

Bronzene Stadtmedaille für Ehrenamtliche

Mit der bronzenen Stadtmedaille ehrte die Stadt zudem zwei Persönlichkeiten für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement: Brigitte Menacher, die sich seit vielen Jahren im 1. Badminton-Club Pfaffenhofen/Scheyern e. V. engagiert, sowie Rudi Schuhmann, der die Turnabteilung des MTV 1862 Pfaffenhofen seit 35 Jahren leitet.

Drei Funktionäre ausgezeichnet

Darüber hinaus zeichnete die Stadt drei weitere Funktionäre für ihren langjährigen Einsatz im Vereinssport aus: Florian Brunthaler für 15 Jahre Vorstandstätigkeit beim Deutschen Alpenverein, Sektion Pfaffenhofen-Asch, Ludwig Friedl, der seit über 40 Jahren beim MTV Pfaffenhofen das Deutsche Sportabzeichen im Bereich Leichtathletik abnimmt, sowie Rosemarie Schröder, die sich seit 18 Jahren bei den NaturFreunden engagiert und dort über viele Jahre auch als Skilehrerin tätig war.

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