Dienstag, 13.01.2026

ANCHORAGE – US-PrĂ€sident Donald Trump (79) und Russlands Staatschef Wladimir Putin (72) trafen sich in der Nacht auf Samstag (16.08.2025) deutscher Zeit auf dem Elmendorf-LuftwaffenstĂŒtzpunkt in Alaska zu einem mit Spannung erwarteten GipfelgesprĂ€ch. Im Vorfeld waren die Hoffnungen groß, Fortschritte auf dem Weg zu einem möglichen Waffenstillstand oder gar Frieden in der Ukraine zu erzielen – entsprechend stand das Treffen unter dem Motto „Pursuing Peace“ – zu deutsch: Streben nach Frieden.

Drei Stunden Verhandlungen in Alaska ohne konkrete Resultate

Trump empfing den russischen PrĂ€sidenten mit einer militĂ€rischen Inszenierung aus Kampfflugzeugen und einer choreografierten BegrĂŒĂŸung. Nach dreistĂŒndigen GesprĂ€chen unter vier Augen folgte eine zwölfminĂŒtige Pressekonferenz, die dann allerdings mehr Fragen aufwarf als beantwortete.

Kein Waffenstillstand in der Ukraine

Ungewöhnlich bei solchen Gipfeln: Putin als Gast sprach als Erster und machte deutlich, dass der Krieg gegen die Ukraine weitergeht. GemĂ€ĂŸ der bisherigen Rethorik formulierte der Kreml-Machthaber, es mĂŒssten die „Grundursachen“ in der Ukraine beseitigt werden, betont die „nationalen Interessen“ Russlands.

Beide Politiker vermieden konkrete Aussagen oder Details zu möglichen Vereinbarungen. Trump bezeichnete das Treffen als „extrem produktiv“, rĂ€umte jedoch ein, dass wichtige Punkte noch offen seien – darunter der „signifikanteste“.

Schwammige Äußerungen statt klarer Zusagen

Der russische PrĂ€sident deutete vage eine mögliche „Einigung“ an und warnte Europa davor, Fortschritte zu „torpedieren“. Trump wĂ€hlte bewusst andere Formulierungen als einen Waffenstillstand und gab zu: „Wir sind da nicht ans Ziel gelangt.“

Keine Reporterfragen, aber Einladung nach Moskau

Beide Staatschefs ließen die Möglichkeit weiterer Treffen offen. Putin schlug vor: „Das nĂ€chste Mal in Moskau.“ Trump reagierte verlegen: „DafĂŒr könnte ich Ärger bekommen – aber ich sehe eine Möglichkeit, dass es passiert.“ Nach der Pressekonferenz waren keine Reporterfragen erlaubt. Beide Politiker verließen schnell die BĂŒhne und hinterließen weltweit Spekulationen ĂŒber die tatsĂ€chlichen GesprĂ€chsinhalte.

Putin in Alaska zurĂŒck auf der internationalen BĂŒhne

Was von diesem Treffen bleibt, ist eine zerstörte Hoffnung fĂŒr die Menschen in der Ukraine – der Krieg geht weiter. Putin hingegen ist nach dem Gipfel in Alaska zurĂŒck auf der politischen BĂŒhne. Nach den GesprĂ€chen sagte Putin, er wolle zukĂŒnftig wieder mit den Vereeinigten Staaten zusammenarbeiten und dabei auch „GeschĂ€fts- und pragmatische Beziehungen“ wiederherstellen.

Teilen.