Mittwoch, 04.02.2026

NEUFAHRN IM LANDKREIS FREISING – Der Freistaat Bayern unterstützt den Neubau der Reptilienauffangstation mit knapp 15 Millionen Euro. Das Bayerische Umweltministerium übergab den Förderscheck an den gemeinnützigen Verein „Auffangstation für Reptilien München e.V.“ in München. Die neue Einrichtung entsteht in Neufahrn im Landkreis Freising und soll zukünftig aufgefundene, abgegebene und behördlich beschlagnahmte Reptilien sowie andere exotische Tiere unterbringen.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte die Bedeutung des Vorhabens: „Der Neubau der Reptilienauffangstation ist ein starkes Signal für den Tierschutz in Bayern. Die Einrichtung leistet einen einzigartigen Beitrag bei der Unterbringung und Pflege von Reptilien und anderen exotischen Tieren in Bayern. Mit den Fördermitteln ist der Weg frei für eine moderne Auffangstation, die auf die große Zahl und die besonderen Bedürfnisse der Tiere zugeschnitten ist.“

Moderne Infrastruktur für spezialisierte Tierpflege

Die bisherigen Räumlichkeiten der Auffangstation stoßen an ihre Grenzen. Mit dem Neubau erhält die Einrichtung zeitgemäße Strukturen, um ihre umfangreichen Aufgaben tiergerecht und umweltschonend zu erfüllen. Der Verein nimmt jährlich rund 1.000 Tiere auf und vermittelt diese fachkundig weiter. Dies macht die Station zur größten Auffangstelle für exotische Heimtiere in Deutschland.

Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann unterstreicht die langfristige Unterstützung des Freistaats: „Die Einrichtung ist eine unverzichtbare Anlaufstelle für Tier- und Artenschutz. Hier erhalten aufgefundene, beschlagnahmte oder abgegebene exotische Tiere fachkundige Versorgung. Darüber hinaus schulen die Fachleute seit Jahren Einsatzkräfte und Behörden.“

Finanzierung und bisherige Förderung

Der Freistaat stellt insgesamt bis zu 15 Millionen Euro für den Neubau bereit. Acht Millionen Euro fließen dabei aus einem Sondervermögen des Bundes. Das Bayerische Umweltministerium ermöglichte bereits im Vorfeld Grundstückskauf und Planungen mit einer Förderung von rund 800.000 Euro. Zusätzlich unterstützt der Freistaat die Auffangstation jährlich mit 340.000 Euro.

Dr. Markus Baur, Leiter der Station, freut sich über die Perspektive: „Dank der großartigen Unterstützung des Freistaats Bayern kann unsere Auffangstation zu einem echten internationalen Vorzeigeprojekt werden. Mit den Fördermitteln kann die Einrichtung ihre umfangreichen Ausbaupläne tiergerecht und gleichzeitig umweltschonend umsetzen.“

Aufgaben und Geschichte der Institution

Der Verein „Auffangstation für Reptilien München e.V.“ gründete sich 2001 und ging ursprünglich aus dem Institut für Zoologie der tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München hervor. Die Station engagiert sich neben dem Tierschutz auch für Ökologie und Artenschutz. Sie kümmert sich um Reptilien und exotische Tiere, die aufgegriffen, abgegeben oder von Behörden beschlagnahmt wurden.

Teilen.