Dienstag, 20.01.2026

INGOLSTADT/NEUBURG AN DER DONAU – Am Montag (19.01.2026) kam es vermehrt zu Anrufen falscher Bankmitarbeiter im Stadtgebiet Ingolstadt und Neuburg an der Donau. Hierbei gelangten die Betrüger an die Bankkarten der Geschädigten samt PIN und hoben somit mehrere Tausend Euro ab.

Anrufe im Namen der Bank

Im Laufe des Vormittags kam es im Ingolstädter Südwesten und am Nachmittag im Stadtgebiet Neuburg zu vermehrten Anrufen durch „falsche Bankmitarbeiter“. Hierbei täuschten sie den Rentnerinnen und Rentnern vor, dass es zu gescheiterten Abbuchungen und Unstimmigkeiten auf dem Bankkonto gekommen ist. Um dies weiter zu prüfen, kündigten sie an, dass eine Mitarbeiterin der „IT-Abteilung“ der Bank zur Kontrolle der Kredit- oder Debitkarte vorbeikommt.

Betrügerin holt Karten persönlich ab

Bereits während des Gespräches, aber auch kurze Zeit nach den Telefonaten, klingelte es an den Wohnungen der Senioren. Vor der Tür stand die vermeintliche Bankmitarbeiterin und ließ sich zur Überprüfung die Bankkarten mit der dazugehörigen PIN aushändigen. Anschließend ging sie mit den ergaunerten Karten zur weiteren Prüfung. Hiervon kehrte sie aber nicht wieder zurück. Erst dann bemerkten die Geschädigten, dass sie einem Betrug aufgesessen sind.

Mehrere Tausend Euro abgehoben

Im Anschluss tätigten die Betrüger in unmittelbarer Nähe Geldabhebungen bei verfügbaren Geldautomaten. Auch einzelne kleinere Einkäufe mit Abhebungen in Supermärkten folgten, bevor die Karten im Rahmen der Anzeigenaufnahme gesperrt werden konnten. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen erfolglos.

Polizei sucht diese Frau

Die falsche IT-Mitarbeiterin konnte wie folgt beschrieben werden: Scheinbares Alter zwischen 30 und 40 Jahre, 170 Zentimeter groß und schlank, dunkelblonde hüftlange Haare, west- oder nordeuropäische Erscheinung und sprach Hochdeutsch, auffällige aufgespritzte Lippen.

Kriminalpolizei bittet um Hinweise

Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt. Hinweise zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0841 / 93430 entgegen.

So schützen Sie sich vor Betrügern

Die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt rät: Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen. Geben Sie niemals Ihre Bankkarte und PIN an eine fremde Person. Bankmitarbeiter fordern nicht die Herausgabe von Bankkarten, von PINs oder Bargeld. Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten beziehungsweise Informationen preiszugeben. Rufen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Bank an – benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, sonst landen Sie möglicherweise wieder bei den Betrügern. Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung. Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis. Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter. Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110.

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