Freitag, 30.01.2026

MÜNCHEN – Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Roland Weigert (FREIE WÄHLER) informierten Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Solidarischer Hochwasserschutz e.V. (ARGE) am 30. Januar 2026 im Maximilianeum die Fraktionsvorsitzenden Klaus Holetschek (CSU) und Florian Streibl (FREIE WÄHLER) über Ziele und laufende Projekte des kommunalen Zusammenschlusses. An dem Gespräch nahmen neben dem ARGE-Vorsitzenden und Landrat des Landkreises Pfaffenhofen a.d. Ilm, Albert Gürtner, auch seine Stellvertreter Thomas Mack (Weichering), Michael Franken (Reichertshofen) und Andreas Wiesner (Dasing) sowie die Landtagsabgeordneten Marina Jakob (FREIE WÄHLER), Peter Tomaschko, Karl Straub, Alex Dorow (alle CSU) und Andreas Birzele (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) teil.

Fraktionsvorsitzende würdigen Initiative als Vorbild

Holetschek würdigte die ARGE als beispielgebende Initiative für ganz Bayern. Wie der CSU-Fraktionsvorsitzende in einer Mitteilung erklärte: „Wenn Extremwetterereignisse auftreten, müssen wir gemeinsam alles daransetzen, frühzeitig präventiv zu handeln. Die Initiative vereint Innovation, kommunale Verantwortung und vorausschauende Vorsorge vor Ort – genau der richtige Ansatz für einen zukunftsfähigen Hochwasserschutz in Bayern.“

Florian Streibl betonte die Bedeutung der überparteilichen Zusammenarbeit: „Die ARGE zeigt eindrucksvoll, wie kommunale Zusammenarbeit über Landkreis- und Parteigrenzen hinweg gelingen kann. Sie eröffnet eine neue Sicht auf den Hochwasserschutz, indem sie das Flusssystem ganzheitlich – von der Quelle bis zur Mündung – betrachtet. Das Projekt folgt konsequent dem Prinzip ‚von unten nach oben‘ und steht damit für gelebte Subsidiarität: Was vor Ort geregelt werden kann, wird auch vor Ort angepackt. Solidarischer Hochwasserschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe – dieses Modell verdient Unterstützung.“

Roland Weigert hob die überparteiliche Dimension hervor: „Die breite Unterstützung passt zum solidarischen Markenkern der ARGE. Hochwasser und Starkregen machen nicht an Gemeindegrenzen halt. Deshalb müssen wir gemeinsam, überparteilich und lösungsorientiert anpacken. Die Menschen bei uns daheim setzen nach dem verheerenden Hochwasser 2024 große Hoffnungen in die Arbeit der ARGE. Das ist ein klarer Auftrag für alle politischen Ebenen.“

ARGE vereint 27 Gemeinden mit 220.000 Einwohnern

Die ARGE vereint mittlerweile 27 Städte und Gemeinden entlang der Paar aus den vier Landkreisen Pfaffenhofen a.d. Ilm, Neuburg-Schrobenhausen, Aichach-Friedberg und Landsberg am Lech. Sie repräsentieren rund 220.000 Einwohner auf einer Fläche von mehr als 1.000 Quadratkilometern. Das Bündnis wurde als Reaktion auf das Extremhochwasser 2024 gegründet.

Ziel der ARGE ist es, Hochwasser-, Starkregen- und Trockenheitsrisiken durch interkommunale und solidarische Zusammenarbeit nachhaltig zu reduzieren. Ein zentraler Baustein der Strategie ist der Aufbau eines KI-gestützten Echtzeit-Frühwarnsystems. Darüber hinaus engagiert sich der Verein für dezentralen Hochwasserschutz sowie für die Entwicklung zur Schwammregion.

Fünf Projekte mit 4,1 Millionen Euro eingereicht

Um die Ziele zu erreichen, hat die ARGE fünf Projekte mit einer Fördersumme von insgesamt 4,1 Millionen Euro eingereicht. Der Verein hofft auf Unterstützung im Rahmen der Fraktionsinitiativen von CSU und FREIE WÄHLER im Landtag.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt des Termins war die konstituierende Sitzung des neu geschaffenen Kuratoriums der ARGE. Landrat Gürtner berief die ersten sechs Mitglieder in das politische Unterstützungsgremium und überreichte die Berufungsurkunden an Marina Jakob, Peter Tomaschko, Karl Straub, Alex Dorow und Andreas Birzele. Als weiteres Mitglied ist der Bundestagsabgeordnete Christian Moser (CSU) vorgesehen, der terminlich verhindert war und bei nächster Gelegenheit berufen werden soll.

Das Kuratorium unterstützt den Verein beratend in strategischen Fragen auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene. Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.

Albert Gürtner erklärte dazu: „Wenn wir in München, Berlin und Brüssel Gehör finden wollen, brauchen wir politische Durchschlagskraft. Das Kuratorium ist unser politisch-strategisches Begleitgremium. Wir wollen neue Wege gehen etwa beim dezentralen Hochwasserschutz oder bei der Entwicklung eines Reallabors an der Paar. Je breiter die Unterstützung, desto besser. Ich danke allen Mitgliedern des Kuratoriums, die uns ehrenamtlich dabei unterstützen, den solidarischen Hochwasserschutz weiter voranzubringen.“

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