Freitag, 30.01.2026

BRUNNEN – Dichter schwarzer Rauch steigt am Donnerstagnachmittag (29.01.2026) ĂŒber dem Gewerbegebiet Brunnen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen auf. Flammen schlagen meterhoch aus einer Halle. Orange leuchtend gegen den grauen Himmel, wĂ€hrend Schneeflocken fallen.

Vollbrand im Gewerbegebiet

Markus Altmann, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Brunnen, rĂŒckt mit seinen KrĂ€ften aus. „Wir sind hier bei uns im Gewerbegebiet und sind zu einem B4, also zu einem Vollbrand einer Heizungsbauhalle alarmiert worden. Die Halle ist im hinteren Bereich schon in Vollbrand gestanden. Ausbreitung haben wir in der ganzen Halle gehabt und die Nachbarhalle ist auch noch leicht mit angebrannt. Haben aber zum GlĂŒck halten können, dass kein grĂ¶ĂŸerer Schaden entstanden ist.“

Niemand verletzt

Die erste Frage der EinsatzkrĂ€fte: Sind noch Menschen in der Halle? Nein. Niemand wurde verletzt. „Das Allerwichtigste ist Fragen, ob noch Leute in der Halle sind. Wenn sie es nicht sind, natĂŒrlich unverzĂŒglich Wasserversorgung aufbauen und mit den Löscharbeiten beginnen.“

Wasserversorgung wird knapp

Die Wasserversorgung wird zum Problem. „Ein kleines Problem war, dass es eine Stichleitung ist, die in das Gewerbegebiet geht und da wird es ruckzuck knapp mit dem Wasser. Aber wir haben zum GlĂŒck große Feuerwehrlöschfahrzeuge gehabt mit einem großen Tank, die im Pendelverkehr fahren haben können, dass wir die Wasserversorgung sichergestellt haben. In der Mitte der Ortschaft haben wir schon eine Ringleitung. Und da sind die Fahrzeuge gespeist worden davon.“

NachbargebĂ€ude schĂŒtzen

Parallel kĂ€mpft die Feuerwehr darum, die NachbargebĂ€ude zu schĂŒtzen. „Man versucht einfach, dass man die anderen GebĂ€ude auch mit Wasser einfach benetzt, dass die abgekĂŒhlt werden. Und wenn der Funkenflug ist, dass das sofort gelöscht wird und einfach die WĂ€rme ein bisschen abgeschirmt wird, damit sie nicht das Brennen anfĂ€ngt.“

Gasflaschen explodieren

In der brennenden Halle explodieren Gasflaschen. „Es waren mehrere Gasflaschen in der Halle, die zum Teil explodiert sind. Das ist ein Problem. Meistens kann da keiner genau sagen wie viel sind da drinnen. Und die Ventile an den Flaschen oben, die werden wie Geschosse, wenn es die von der Flaschen wegreißt. Also es ist schon richtige Gefahr geboten bei sowas.“

Einsturzgefahr der Stahlhalle

AtemschutztrĂ€ger können nicht in die Halle. „Das Problem war da, dass wir eine Stahlhalle haben und da kann man keine AtemschutztrĂ€ger reinschicken, weil die Substanz so geschĂ€digt ist, dass sie eventuell einstĂŒrzen könnte. Dass man versucht, dass man von außen das Wasser möglichst weit in die Halle reinbringt. Bzw man macht sich Oeffnungen.“

Über 100 EinsatzkrĂ€fte im Einsatz

Über 100 EinsatzkrĂ€fte kĂ€mpfen gegen die Flammen. „Ich hab da vorher mal nachgefragt, da hat es geheißen, knappe 100 KrĂ€fte waren es, aber es sind ein paar nach alarmiert worden. Ich gehe mal davon aus, zwischen 110 und 120 KrĂ€ften von mit Sicherheit sieben Feuerwehren werden da gewesen sein.“

Die UnterstĂŒtzungsgruppe hilft. „Ja, wir haben zum GlĂŒck auch die UnterstĂŒtzungsgruppe dabei, die mit so etwas Erfahrung haben. Da wird dann gleich nachalarmiert, weil lieber hat man viel zu viel KrĂ€fte da wie einen zu wenig. Dass man da den Brand schnell unter Kontrolle bekommt und keinen grĂ¶ĂŸeren Schaden mehr hat.“

Nachlöscharbeiten dauern Stunden

Nach Stunden ist das Feuer gelöscht. „Also aktuell ist das Feuer aus. Wir sind aber noch mit Nachlöscharbeiten beschĂ€ftigt, weil sich gerade in der Isolierung in die Zwischendecken noch einige Glutnester gebildet haben und da schauen wir das wir das nach und nach jetzt komplett ausbekommen. Ich denke, fĂŒr uns wird es noch einige Stunden dauern. Weil wir warten mĂŒssen, wo noch Glutnester auftauchen bzw die letzten ganz ablöschen. Ja und erst wenn das komplett sichergestellt ist, dass werden wir abrĂŒcken.“

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