Montag, 12.01.2026
TREUCHTLINGEN – Die Brandmeldeanlage an der Sennefelder Schule in Treuchtlingen löste am Donnerstag (27.11.2025) um 11.06 Uhr aus. Die Feuerwehr Treuchtlingen rĂŒckte mit dem kompletten Löschzug aus. „Man hat dann vor Ort in einer Toilette einen verrauchten Raum vorgefunden, der wohl aufgrund eines gezĂŒndeten Böllers verraucht war“, erklĂ€rt Frank Pelger, Kreisbrandmeister Öffentlichkeitsarbeit im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Kinder verletzt – Gefahrgutzug alarmiert

„Ja, das ist richtig, durch den Böller sind dann allerdings auch verletzte Kinder auffĂ€llig geworden. Eine war fast bewusstlos, zwei haben ĂŒber Kopfschmerz und Übelkeit geklagt, so dass man dann auch Messarbeiten begonnen hat“, sagt Pelger. Als die Schule kurz vor der Freigabe stand, klagten immer mehr SchĂŒler ĂŒber die gleichen Symptome. Die Einsatzleitung alarmierte den Gefahrgutzug des Landkreises nach, erhöhte die Alarmstufe auf „THL Bio im GebĂ€ude“ und ordnete die komplette Evakuierung an. Am Ende waren bis zu 70 Feuerwehrleute im Einsatz.

Böller-ZĂŒndung: Schock bei den SchĂŒlern sitzt tief

Von den rund 1.500 SchĂŒlern der Gesamtschule erlitten 19 leichte Verletzungen. Ein MĂ€dchen kam mit dem Rettungshubschrauber Christoph 32 aus Ingolstadt in eine Kinderklinik. Alexander Heimerl, Organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes, berichtet: „Die SchĂŒler haben hauptsĂ€chlich, ja, Probleme mit der Verdauung des Geschehens gehabt. Also die waren halt, haben geweint oder waren einfach aufgeregt und haben da entsprechend Betreuung bedurft. Manche SchĂŒler haben auch Kreislaufprobleme durch das erhalten.“

Verletzten-Sammelplatz eingerichtet

Der Einsatz fiel mit dem Schulende zusammen. „Die Krux bei dem Einsatz war, dass sich die Hochzeit des Einsatzes mit dem Schulende ĂŒberschnitten hat. Das heißt, viele Eltern, viele Schulbusse waren bereits vor Ort, wollten die Kinder abholen, Kinder wollten nach Hause“, erklĂ€rt Pelger. Die EinsatzkrĂ€fte richteten einen Verletzten-Sammelplatz im Sekretariat ein. Drei NotĂ€rzte und acht Rettungswagen betreuten die 19 Patienten.

LehrkrĂ€fte unterstĂŒtzen tatkrĂ€ftig

Die LehrkrĂ€fte spielten eine entscheidende Rolle. „Die LehrkrĂ€fte ĂŒbernehmen da eine ganz wichtige Rolle und haben da hervorragend gehandelt, indem sie einfach die SchĂŒler getrennt haben, die Betroffenen und die nicht betroffenen SchĂŒler einfach getrennt, dass sich da nichts aufstapelt und dass man nicht am Schluss dann noch mehr SchĂŒler hat, die sich dann gegenseitig hochschaukeln“, lobt Heimerl. Sie brachten die Kinder in die Turnhalle oder andere GebĂ€udeteile. Vom Rettungsdienst waren rund 40 EinsatzkrĂ€fte mit neun Rettungsfahrzeugen, dem Hubschrauber und einem bodengebundenen Notarzt vor Ort. Nach und nach holten die Eltern ihre Kinder ab. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Nach Polizeiangaben besteht keine weitere Gefahr.
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