DEUTSCHLAND – Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft hat 2025 bundesweit knapp 100.000 Schwimmabzeichen ausgegeben. Nach Informationen von der DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft - in einer Pressemitteilung, nahmen die ehrenamtlich Engagierten 96.471 erfolgreiche Prüfungen für die Schwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold ab. Im Vorjahr verzeichneten sie 95.273 Abnahmen.
"Dieses Ergebnis haben wir in den vergangenen 20 Jahren nur einmal übertroffen", kommentierte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Die Ehrenamtlichen sorgten mit ihrem persönlichen Einsatz dafür, dass vor allem viele Kinder fortan beim Baden und Schwimmen sicher im Wasser unterwegs sind.
Bronze-Abzeichen bleibt konstant
Das Schwimmabzeichen Bronze erhielten im vergangenen Jahr 45.030 Personen. Im Vorjahr waren es 45.283 Abnahmen gewesen. Das Bronze-Abzeichen gilt als Nachweis für sicheres Schwimmen. Die Prüfungsteilnehmer müssen ohne Festhalten und Pause mindestens 15 Minuten schwimmen und dabei auch die Körperlage wechseln. Für den Anstieg sorgten jedoch die weiterführenden Schwimmabzeichen. 31.280 Personen legten die Prüfung für das Deutsche Schwimmabzeichen Silber ab. 20.168 Personen erhielten das goldene Abzeichen.
Weniger Seepferdchen als im Vorjahr
53.660 Kinder erhielten 2025 bei der DLRG ihr Seepferdchen-Abzeichen. Das sind fast 4.000 weniger als im Jahr davor mit 57.472 Abnahmen. Trotz des Rückgangs liegt das Ergebnis deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre von rund 49.000 Abzeichen. Die Wartzeiten für Kursplätze in der Anfängerschwimmausbildung nahmen nochmals um etwa zehn Prozent zu. "Die Grenzen der Kapazität sind vielerorts deutlich überschritten", sagte Ute Vogt. Etwa die Hälfte der örtlichen Vereine führt noch Wartelisten.
60 Prozent der Viertklässler schwimmen unsicher
Trotz der positiven Ausbildungsbilanz mischt die DLRG-Präsidentin einen Wermutstropfen in die Statistik. "Die Zahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass insgesamt zu viele Kinder das Schwimmen nicht erlernen", erklärt Vogt. Fast 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler können am Ende der vierten Klasse nicht sicher schwimmen. Einen wesentlichen Grund für den Engpass sieht die DLRG-Präsidentin in der fehlenden Verfügbarkeit von Wasserflächen. "Wir kommen bei der nötigen Modernisierung unserer Schwimmbadlandschaft und deren konsequenter Ausrichtung an die tatsächlichen Bedarfe bislang kaum voran", kritisierte sie.
Förderpreis für engagierte Schulen
Die lückenhafte Infrastruktur wirkt sich auch auf den Schwimmunterricht in den Schulen aus. Zwar ist dieser für die Grundschulen in allen Ländern im Rahmen des Sportunterrichts vorgesehen, fällt aber allzu oft aus. Neben Bädern in erreichbarer Nähe mangelt es an qualifizierten Lehrkräften.
"Gleichwohl gibt es in der ganzen Republik zahlreiche Schulen, die mit viel Einsatz daran arbeiten, dass möglichst alle ihrer Schülerinnen und Schüler schwimmen lernen", sagt Ute Vogt. Schulen können sich aktuell für den Förderpreis "DLRG & Schule" bewerben. "Schwimmen zu können, bedeutet weit mehr als nur eine Sportart zu beherrschen - es ist eine lebenswichtige Fähigkeit", betonte Schirmherrin und Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien.