Freitag, 30.01.2026

MÜNCHEN – Die bayerische Arbeitslosenquote lag im Januar 2026 bei 4,4 Prozent und stieg damit gegenüber Dezember 2025 (4,0 Prozent) saisonbedingt um 0,4 Prozentpunkte an. Trotz des winterlichen Anstiegs bleibt Bayern weiterhin das Bundesland mit der niedrigsten Arbeitslosenquote in Deutschland.

Aiwanger fordert entschlossene Reformen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betont: „Wir brauchen jetzt entschlossene Reformen statt endloser Diskussionen.“ Der Minister warnt vor den wirtschaftlichen Belastungen durch hohe Energiepreise, die CO2-Bepreisung und zu hohe Steuern. Aiwanger fordert die Bundesregierung auf, leistungs- und wirtschaftsfreundlicher zu werden.

Der Minister konkretisiert seine Forderungen: „Die Erbschaftssteuer muss abgeschafft statt ausgeweitet werden, Unternehmenssteuern runter auf 25 Prozent.“ Zudem plädiert Aiwanger für weniger Bürokratie im Arbeitsrecht und mehr Flexibilität im Arbeitseinsatz. „Die starre tägliche Höchstarbeitszeit muss durch eine wöchentliche Höchstgrenze von 48 Stunden ersetzt werden“, so der Wirtschaftsminister weiter.

Regionale Unterschiede in Bayern

In den bayerischen Regierungsbezirken lagen die Arbeitslosenquoten im Januar zwischen 3,9 Prozent in Schwaben und 5,0 Prozent in Mittelfranken. Schwaben ist damit erneut Spitzenreiter im bayerischen Regierungsbezirkevergleich. In der Oberpfalz und in Unterfranken lag die Quote jeweils bei 4,3 Prozent und damit unter dem bayerischen Durchschnitt von 4,4 Prozent.

Oberbayern verzeichnete im Jahresvergleich einen Anstieg um 0,2 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent. Niederbayern wurde im Januar mit einer Quote von 4,7 Prozent erfasst, ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Oberfranken lag mit 4,8 Prozent über dem bayerischen Durchschnitt. Insgesamt bleiben damit alle bayerischen Regierungsbezirke deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 6,6 Prozent.

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