Samstag, 31.01.2026

MÜNCHEN – Gerste ist in Deutschland nach Weizen das zweitwichtigste Getreide, wird aber als Nahrungsmittel kaum genutzt. Dabei eignet sich das vielseitige Korn hervorragend als gesunde und nachhaltige Alternative zu Reis. ErnĂ€hrungsexperten der Verbraucherzentrale Bayern empfehlen das unterschĂ€tzte Getreide.

Neun Gramm Ballaststoffe gegen zwei Gramm

Der entscheidende Vorteil liegt im hohen Ballaststoffgehalt. „Reis enthĂ€lt durchschnittlich nur zwei Gramm Ballaststoffe auf 100 Gramm, Gerste dagegen rund neun Gramm“, erklĂ€rt Katharina Holthausen, ErnĂ€hrungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Zudem ist der Reisanbau oft klimaschĂ€dlich, da vor allem beim Nassanbau große Mengen an Methan freigesetzt werden.

Beta-Glucan senkt Cholesterinspiegel

Besonders wertvoll ist das sogenannte Beta-Glucan – ein Ballaststoff, der in großen Mengen vor allem in Hafer und Gerste vorkommt. Studien zeigen, dass bereits drei Gramm Beta-Glucan aus Hafer oder Gerste tĂ€glich helfen können, den Cholesterinspiegel zu senken. Gesundheitsförderliche Ballaststoffe können zudem das Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten senken.

Vielseitige Verwendung in der KĂŒche

Gerste lĂ€sst sich vielseitig verwenden: als Flocken im MĂŒsli oder als Perlgraupen in Eintöpfen und Suppen. Das macht das unterschĂ€tzte Getreide zu einem wertvollen Bestandteil einer ausgewogenen ErnĂ€hrung. Wirtschaftlich spielt Gerste bislang hauptsĂ€chlich als Futtermittel und zum Bierbrauen eine Rolle – ihr Potenzial als gesundes Nahrungsmittel ist noch lĂ€ngst nicht ausgeschöpft.

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