Sonntag, 01.02.2026

MÜNCHEN – Bayern setzt neue MaßstĂ€be beim BĂŒrokratieabbau und der Digitalisierung im öffentlichen Bereich. Ab sofort werden die Kehrbuchdaten des Landes zentral durch das Landesamt fĂŒr Statistik erhoben und ĂŒber ein innovatives Baublockmodell an die bayerischen Kommunen ausgegeben. Das neue Verfahren revolutioniert die kommunale WĂ€rmeplanung.

Zentrale Datenbereitstellung statt Einzelanfragen

Kommunen mĂŒssen die Kehrbuchdaten nicht mehr, wie in anderen BundeslĂ€ndern, einzeln bei den Bezirksschornsteinfegern anfordern, sondern erhalten alle relevanten Informationen zentral und effizient aus einer Hand. Die strukturierte und geprĂŒfte Datenbereitstellung ermöglicht eine bessere Grundlage fĂŒr die Planung und Umsetzung der Energiekonzepte auf kommunaler Ebene.

Aiwanger: „Einfacher und effizienter“

„Mit dieser Initiative stĂ€rkt Bayern seine Position als Vorreiter bei der Digitalisierung und beim BĂŒrokratieabbau“, erklĂ€rt Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. „Mit der Digitalisierung der Kehrbuchdaten machen wir die Arbeit fĂŒr unsere Gemeinden einfacher und effizienter. Sie erhalten die Daten zentral, können ihre WĂ€rmeplanung besser vorbereiten und sparen dabei Zeit und Ressourcen.“

Securebox als digitale Lösung

Das Baublockmodell des Ökoenergie-Instituts Bayern macht es leichter, die Daten datenschutzkonform in Verwaltungsprozesse einzubinden. ZusĂ€tzlich stellt Bayern weitere Daten zu WĂ€rmenetzen, Heizwerken, Solarthermie, Biomasse, tiefer Geothermie und AbwĂ€rme bereit. Die „Securebox WĂ€rmeplanung“ ermöglicht als Cloud-Lösung den sicheren Datenaustausch mit einfacher Handhabung.

Fristen fĂŒr kommunale WĂ€rmeplanung

Das WĂ€rmeplanungsgesetz verpflichtet alle Kommunen zur WĂ€rmeplanung. WĂ€hrend Kommunen ĂŒber 100.000 Einwohner bis zum 30. Juni 2026 eine WĂ€rmeplanung vorlegen mĂŒssen, lĂ€uft die Frist fĂŒr kleinere Kommunen bis zum 30. Juni 2028.

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