Donnerstag, 26.02.2026

BAYERN – Ein entscheidender Schritt für den Hochwasserschutz an der Donau ist getan. Die Europäische Kommission hat mit ihrer Stellungnahme vom 24. Februar 2026 bestätigt, dass der Donau-Ausbau zwischen Deggendorf und Vilshofen im öffentlichen Interesse liegt. Unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Auflagen kann das Projekt damit voranschreiten.

Damit können die Planungen für den zweiten Teilabschnitt des Hochwasserschutzprojekts nun in Angriff genommen werden. Die Europäische Kommission hat damit den Weg frei gemacht für Bayerns größtes Hochwasserschutzprojekt.

EU-Kommission bestätigt öffentliches Interesse

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte die Bedeutung dieser Entscheidung: „Europa gibt grünes Licht für Bayerns größtes Hochwasserschutzprojekt. Das ist eine gute Nachricht für die Menschen in Niederbayern.“ Der Minister verwies dabei auf das Ziel des Freistaats: „Wir wollen den sanften Donau-Ausbau und den Grundschutz für ein 100-jährliches Hochwasserereignis.“

Die Stellungnahme der EU-Kommission bezieht sich auf das laufende Planfeststellungsverfahren für den Teilabschnitt zwei des Projekts „Ausbau der Wasserstraße und Verbesserung des Hochwasserschutzes Straubing – Vilshofen“. Planfeststellungsbehörde ist die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) des Bundes.

Bund muss nun zügig handeln

Glauber fordert die Bundesregierung zu schnellem Handeln auf: „Jetzt muss auch der Bund liefern: Donauausbau und Hochwasserschutz zwischen Deggendorf und Vilshofen brauchen möglichst schnell abgeschlossene Verfahren. Der Schutz der Menschen vor einem Hochwasser an der Donau duldet keinen Aufschub. Im Ernstfall zählt jeder Zentimeter.“

Bayern investiert bereits erhebliche Mittel in die Realisierung. Der Freistaat hat in den zurückliegenden Jahren rund 500 Millionen Euro in den vorgezogenen Hochwasserschutz zwischen Straubing und Vilshofen investiert. Großprojekte laufen aktuell in Niederalteich sowie entlang der Hengersberger Ohe. Projekte in Fischerdorf und Winzer haben die Arbeiten bereits abgeschlossen.

Zum Ausbau seiner Kapazitäten erwarb der Freistaat zudem die WIGES GmbH mit ihren hochqualifizierten Mitarbeitern. Eine Ausbauerlaubnis für den ersten Teilabschnitt von Straubing nach Deggendorf hatte die Planfeststellungsbehörde bereits im Jahr 2019 erteilt. Der Minister unterstreicht: „Der zweite Teilabschnitt beim Ausbau muss nun zügig und tatkräftig realisiert werden.“

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