Montag, 04.05.2026

Großbrand auf Aussiedlerhof: 130 Einsatzkräfte kämpfen gegen Flammen

Werkstatt brennt komplett nieder, Feuer greift auf Wald über - Schweißarbeiten als mögliche Ursache

Amy M. 01.05.2026, 15:27 Uhr 1 Min. Lesezeit Drucken
Große orange-rote Flammen lodern intensiv in die Höhe und bilden wirbelnde Muster.
Symbolfoto: envato / SKY-Stock

PREINERSZELL – Ein Großbrand auf einem Aussiedlerhof hat am Freitagnachmittag 130 Einsatzkräfte in Atem gehalten. Das Werkstattgebäude brannte komplett nieder, die Flammen griffen auf den angrenzenden Wald über. Verletzt wurde niemand.

Gegen 14:40 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle ein. Wie Rauchwolke über Aussiedlerhof kilometerweit sichtbar: Lösten Schweißarbeiten Brand aus? berichtet, bot sich den Einsatzkräften in Preinerszell, einem Gemeindeteil von Schweitenkirchen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, der Vollbrand einer Werkstatt. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen.

 

Propangasflaschen explodieren in der Werkstatt

 

"Entdeckt hat man das Feuer sehr schnell, denn es war eine weithin sichtbare Rauchsäule erkennbar", erklärte Andreas Aichele, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Oberbayern Nord. In der Werkstatt lagerten Propangasflaschen, die explodierten und für laute Knallgeräusche sorgten.

Die Lage war hochbrisant: Das brennende Gebäude lag direkt am Laubwald, zudem herrschte Wind. "Die Gefahr, dass die Flammen auf das relativ trockene Gehölz übergreifen waren durchaus gegeben", so Aichele. Die Feuerwehr musste an zwei Fronten kämpfen - gegen das Gebäudefeuer und gegen den Waldbrand.

 

Kreisbrandmeister übernimmt Einsatzleitung

 

Maximilian Roßner, Kreisbrandmeister im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, übernahm die Einsatzleitung. "Wir sind hier mit einem großen Kräfteansatz im Erstalarm vor Ort gewesen, haben dann sofort eine Riegelstellung zu den noch nicht brennenden Gebäuden begonnen", erklärte er. Die Bodengegebenheiten waren sehr trocken, hauptsächlich das Laub am Boden fing Feuer.

Die Wasserversorgung entwickelte sich zur Herausforderung. Die Einsatzkräfte legten eine unabhängige Wasserversorgung zu einem näheren Ortsteil. "Dieses Gebäude ist uns bekannt und wir haben es schon mehrmals beübt, wie wir weiteres Wasser heranbrinen können", so Roßner.

 

Polizeihubschrauber und Drohnen im Einsatz

 

Ein Polizeihubschrauber stieg auf, um die Brandausbreitung zu erkunden. In der Nähe verläuft die Autobahn, eine der meistbefahrenen Routen von Nord nach Süd. Später kamen Drohnen zum Einsatz, um Glutnester aufzuspüren - sowohl in den niedergebrannten Gebäudeteilen als auch im Wald.

Das Wichtigste gelang den Einsatzkräften: Sie konnten das direkt angrenzende Wohnhaus halten. "Menschen waren zu keiner Zeit betroffen, alle waren aus den Gebäuden heraus", bestätigte Aichele. Die Werkstatt brannte jedoch komplett nieder, nur noch Reste von Fahrzeugen sind erkennbar.

 

Kriminalpolizei ermittelt wegen Schweißarbeiten

 

Die Nachlöscharbeiten dauerten noch etwa zwei Stunden an. Eine Drehleiter kam zum Einsatz, um auch die Baumwipfel zu kontrollieren und abzulöschen. Die örtliche Feuerwehr übernahm anschließend die Brandwache.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun die Brandursache. "Es fanden in einem zeitlichen Zusammenhang zu diesem Brandausbruch Schweißarbeiten in der Werkstatt statt", erklärte Aichele. Ob diese Arbeiten mit dem Brand in Verbindung stehen, soll die Untersuchung klären.

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