Dienstag, 28.04.2026

Bundesregierung plant Zuckerabgabe für süße GetrÀnke

HΓΆhere Steuern auf Alkohol und Tabak sollen Haushaltsloch stopfen

Amy M. 28.04.2026, 13:52 Uhr 2 Min. Lesezeit Drucken
Eine Glasschale gefüllt mit weißem Zucker steht auf einer Küchentheke
Symbolfoto: envato / africaimages

BERLIN – Die Bundesregierung plant die EinfΓΌhrung einer neuen Zuckerabgabe auf süße GetrΓ€nke. Zur Konsolidierung des Haushalts sind außerdem eine ErhΓΆhung der Alkohol- und Tabaksteuer sowie der Abbau von Finanzhilfen geplant. Das berichtet BILD unter Berufung auf Kreise des Finanzministeriums.Β Wer kΓΌnftig stark gezuckerte GetrΓ€nke wie Cola trinkt, hilft damit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (48, SPD) bei der Haushalts-Sanierung. Alternativ kΓΆnnten die Süßwaren- und Limonadenhersteller den Zuckergehalt ihrer Produkte reduzieren. Nach den bereits teureren Zigaretten soll nun also auch der Zuckerkonsum verteuert werden.

Geheime Arbeitsgruppe beriet bereits ΓΌber PlΓ€ne

Im MΓ€rz hatte eine geheime Arbeitsgruppe aus Abgeordneten der Unions- und SPD-Fraktion VorschlΓ€ge einer Experten-Kommission fΓΌr eine Gesundheitsreform beraten. Damals lagen sowohl die hΓΆhere Tabaksteuer als auch die Zuckerabgabe bereits auf dem Tisch. Die PlΓ€ne sollen helfen, das 13-Milliarden-Euro-Defizit der Krankenkassen zu bekΓ€mpfen.Β Bereits im Februar hatte sich SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis (50) fΓΌr eine Zuckerabgabe stark gemacht. Er begrΓΌndete dies damit, Krankheiten vorzubeugen und langfristig das Gesundheitssystem zu entlasten. Seine Forderung: Hersteller sollen ihre Rezepturen Γ€ndern und weniger Zucker in die GetrΓ€nke mischen.

Mediziner unterstΓΌtzen Zuckersteuer-PlΓ€ne

"Ein hoher Konsum zuckerhaltiger Produkte – besonders von Softdrinks – fΓΆrdert Übergewicht, Adipositas und Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes", sagte Pantazis damals gegenΓΌber BILD. Verbraucher sollen dadurch automatisch gesΓΌnder trinken.Β UnterstΓΌtzung bekam er aus der Medizin. KassenΓ€rzte-Chef Andreas Gassen (63) erklΓ€rte: "Die Liste der GesundheitsschΓ€digungen durch ΓΌbermÀßigen Zuckergenuss ist lang. Gerade Kinder und Jugendliche mΓΌssen hiervor in einem prΓ€ventiven Ansatz geschΓΌtzt werden." Eine Steuer auf zuckerhaltige GetrΓ€nke kΓΆnne helfen, den Zuckergehalt zu senken, wie die Ergebnisse anderer LΓ€nder zeigten, zitiert BILD Gassen als sagend.

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