Montag, 18.05.2026

Aiwanger fordert schnellere Drohnen-Genehmigungen

Weinbauern warten bis zu einem Jahr - Minister kritisiert Luftfahrt Bundesamt

Annette S. 17.05.2026, 12:23 Uhr 2 Min. Lesezeit Drucken
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich für einen schnelleren und einfacheren Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft ausgesprochen. Das Bild zeigt ihn gemeinsam mit Vertretern aus der Kommunalpolitik und der Landwirtschaft nach der Demonstration einer Spritzdrohne im Weinberg im Lkr. Kitzingen.
Foto: Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich für einen schnelleren und einfacheren Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft ausgesprochen. Das Bild zeigt ihn gemeinsam mit Vertretern aus der Kommunalpolitik und der Landwirtschaft nach der Demonstration einer Spritzdrohne im Weinberg im Lkr. Kitzingen. B. Brummer

ESCHERNDORF - Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sprach sich für einen schnelleren und einfacheren Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft, besonders auch im Weinbau aus. Bei einer Drohnenvorführung bei Escherndorf im Weinberg sagte er: "Drohnen haben großes Potenzial in der Landwirtschaft. Gerade im Weinbau, in steilen Anbaugebieten, bringen sie echte Vorteile, zum Beispiel bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln."

Wartezeiten von bis zu einem Jahr untragbar

Die Wartezeiten für Einsatzgenehmigungen von Drohnen durch das Luftfahrt Bundesamt seien allerdings untragbar lange, vor allem für die saisonal gebundenen Einsätze im Weinbau. "Ein Genehmigungsprozess von mehreren Monaten bis hin zu einem Jahr ist nicht akzeptabel. Ich setze mich schon seit Jahren für effizientere und unbürokratischere Verfahren ein. Das zuständige Luftfahrt Bundesamt muss hier deutlich schneller werden, ich bin allerdings dafür, die Zuständigkeit für die Drohnengenehmigungen nach Bayern zurückzuholen", so Aiwanger.

FastFlight-Verfahren enttäuscht

In der Kritik der Branche steht unter anderem das Ende 2025 vom Luftfahrt Bundesamt aufgelegte FastFlight-Verfahren. Trotz Beschleunigung dauert es immer noch deutlich zu lange. Der Zeitraum von Antragstellung bis zur Genehmigung erstreckt sich noch immer auf zehn bis zwölf Wochen und benötigt großen Aufwand.

Unnötige Bürokratie schadet Rentabilität

"Die Landwirte und Weinbauern brauchen oft mehrfache Genehmigungen, müssen unnötige Dokumentationspflichten umsetzen und sind an starre und unrealistische Spritzpläne gebunden. Das produziert Kosten, verzögert die Arbeiten und schadet der Rentabilität des Weinbaus in Franken", kritisierte Aiwanger. Eine Drohne in der Landwirtschaft sei ein nützliches Werkzeug, das den Boden schützt, keine Kleintiere gefährdet und die Arbeitssicherheit erhöht.

Bayerische Koordinierungsstelle unterstützt

Die Bayerische Koordinierungsstelle Drohnen unterstützt seit 2025 auf Initiative des Bayerischen Wirtschaftsministers bei Genehmigungsaspekten sowie bei operativen Fragen rund um Drohnentechnologien in Bayern. In Franken wird auf einer Fläche von 6.300 Hektar Wein angebaut. Etwa 650 Weingüter verkaufen ihre Weine.

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