Mittwoch, 21.01.2026

DEUTSCHLAND – Die Luftrettung ist ein wichtiger Bestandteil der schnellen Notfallversorgung in Deutschland, dies zeigen die Einsatzzahlen der DRF Luftrettung aus dem letzten Jahr. Insgesamt verzeichnete die gemeinnützige Luftrettungsorganisation mit 1,6 Prozent einen leichten Einsatzzuwachs auf 36.407 Einsätze, im Jahr 2024 waren es 35.850 Einsätze. Insbesondere in der Dunkelheit sind die Crews der DRF Luftrettung häufiger eingesetzt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufigster Grund

Häufigste Alarmierungsgründe zu Notfalleinsätzen der Hubschrauber waren wie in den Vorjahren Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall: medizinische Notfälle, bei denen die schnelle Hilfe aus der Luft überlebenswichtig ist. Auch zu Unfällen und Stürzen alarmierten die Leitstellen die rot-weißen Luftretter besonders oft. 226-Mal kam die Rettungswinde zum Einsatz, um Patienten auch in schwer zugänglichem Gelände schnell notärztlich zu versorgen und auszufliegen: im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 41 Prozent.

Patientenrückholungen deutlich gestiegen

Das Team der am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden beheimateten DRF Assistance führte mit ihren drei Ambulanzflugzeugen 479 weltweite Patientenrückholungen mit medizinischer Begleitung durch. Auch hier zeigte sich ein deutlicher Zuwachs von 24 Prozent im Vergleich zu 2024. Die Besatzungen flogen dabei insgesamt 45 Länder an und legten eine Strecke von rund 1,6 Millionen Kilometern zurück – das entspricht 40 Erdumrundungen.

24-Stunden-Einsatz an 13 Stationen

An 13 Stationen der DRF Luftrettung waren die Besatzungen in 2025 rund um die Uhr einsatzbereit, an zwei weiteren Stationen mit erweiterten Randzeiten. Insgesamt ein Viertel ihrer Einsätze leisteten die Besatzungen dieser Stationen bei Dunkelheit. Dieser hohe Anteil zeigt deutlich: Der Bedarf nach schneller notärztlicher Hilfe aus der Luft ist auch außerhalb der Tageslichtzeiten gegeben, insbesondere im Herbst und Winter, wenn die Menschen auch nach Sonnenuntergang noch vielfach aktiv sind.

CEO fordert Reform der Notfallversorgung

„Eine umfassende und flächendeckende Notfallversorgung darf nicht von Tageszeiten abhängen“, wie Dr. Krystian Pracz, CEO der DRF Luftrettung, laut Pressemitteilung betont. Technisch sei die DRF Luftrettung bereits heute an allen Standorten in der Lage, auch nach Sonnenuntergang zu fliegen. Die Organisation fordert daher eine bedarfsgerechte Erweiterung, die dem sozialen Leben gerecht wird – das heißt, sowohl die Ausweitung der Randzeiten als auch der 24-Stunden-Luftrettung.

Modernste Flotte Europas

Dank einer beständigen Erneuerung der Hubschrauberflotte ist die gemeinnützige Luftrettungsorganisation kontinuierlich mit hochmodernen Hubschraubern der neuesten Generation im Einsatz. Mit Hubschraubern des Typs H145 und H135 betreibt die gemeinnützige Organisation die modernste Flotte aller Luftrettungsorganisationen in Europa.

Erfolgreiche Ausschreibungen

Im vergangenen Jahr haben mehrere Ausschreibungsverfahren in verschiedenen Regionen Deutschlands die Bedeutung von Qualität, Verlässlichkeit und Erfahrung in der Luftrettung unterstrichen. So nahm zu Jahresbeginn der von der DRF Luftrettung betriebene Intensivtransporthubschrauber Christoph Dortmund offiziell den 24-Stunden-Betrieb als Teil des öffentlich-rechtlichen Notfallrettungssystems auf. Bereits für das Frühjahr dieses Jahres ist die Inbetriebnahme einer neuen Luftrettungsstation in Lahr im Ortenaukreis vorgesehen. Seit Jahresbeginn 2026 betreibt die DRF Luftrettung alle drei Luftrettungsstationen in der Bundeshauptstadt Berlin.

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