Sonntag, 22.02.2026

BAYERN – Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann hat die Leistungen der bayerischen Athleten bei den Olympischen Winterspielen in Norditalien gewürdigt. Mit insgesamt 82 Teilnehmern aus dem Freistaat prägte Bayern auch diesmal das deutsche Team mit starken Erfolgen. „Wir sind stolz auf die Leistungen unserer bayerischen Athletinnen und Athleten“, erklärte Herrmann zum Abschluss der Spiele.

Besonders hervorzuheben sind die Erfolge der Spitzensportler aus der Bayerischen Polizei. Die neun Beamten setzten neue Maßstäbe: Phillipp Nawrath holte mit der Mixed-Staffel Bronze, während die erst zwanzigjährige Magdalena Matschina eine Silber- sowie eine Goldmedaille errang. „Mit einmal Bronze für Phillipp Nawrath mit der Mixed-Staffel und einer Silber- sowie einer Goldmedaille für Magdalena Matschina im Doppelsitzer beim Rodeln waren die bayerischen Polizeispitzensportler so erfolgreich wie noch nie bei Olympia“, betonte Herrmann. Das deutsche Team schnitt insgesamt mit 26 Medaillen ab – viele davon in den bayerischen Stärkedisziplinen Bob, Rodeln und Skeleton.

Spitzensportförderung ausbauen

Herrmann zeigte sich bei einzelnen Ergebnissen aber auch kritisch. In manchen Disziplinen seien die Erwartungen nicht erfüllt worden. Der Minister fordert deshalb, die Spitzensportförderung in Deutschland zukunftsorientiert auszubauen. „Wir müssen insbesondere die Förderstrukturen im Spitzensport strategisch stärken und modernisieren sowie die sportfachliche Expertise stärker einbinden, um unsere Athletinnen und Athleten optimal auf sportliche Großereignisse wie Olympia vorzubereiten“, sagte er.

Bayern investiert in Nachwuchs und Strukturen

Bayern selbst hat bei der Nachwuchsförderung, die in der Zuständigkeit der Länder liegt, neue Wege beschritten. Der Freistaat passte seine Förderstrukturen zielorientiert an die unterschiedlichen Bedürfnisse des Sports an und erhöhte die Fördermittel in den vergangenen Jahren deutlich. „Dies ist der richtige Weg, den wir konsequent weiterführen werden“, versicherte Herrmann. Vom Bund erwartet er zugleich deutliche Verbesserungen bei der Förderung des Spitzensports.

Die Spitzensportförderung bei der Bayerischen Polizei, die Herrmann 2012 ins Leben rief, verbindet dabei praxisnahe Polizeiausbildung mit Hochleistungstraining. Aktuell profitieren 103 Spitzensportler aus rund 40 Einzeldisziplinen des Sommer- und Wintersports von diesem Programm.

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