Sonntag, 30.11.2025

PFAFFENHOFEN AN DER ILM – Eine Delegation aus dem Landkreis Regen besuchte Anfang der Woche die Stadt im Rahmen des Projekts „Forum Synergiewende“. Das Projekt organisiert die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) und bringt Kommunen, die bereits praktische Erfahrungen mit Energiewende-Projekten gesammelt haben mit Kommunen, die gerade erst beginnen oder vor neuen Schritten stehen zusammen.

Klimaschutzmanager tauschen Erfahrungen aus

Die Delegation bestand aus dem Klimaschutzmanager des Landkreises Regen, Alexander Achatz, begleitet von weiteren Klimaschutzmanagerinnen und -managern aus den Gemeinden des Landkreises sowie dem Geschäftsführer der neu gegründeten Arberland Energie GmbH.

Die Stadt Pfaffenhofen an der Ilm zeichnete die AEE bereits 2017 als „Energiekommune des Monats“ aus. Grund dafür war das breite Engagement rund um erneuerbare Energien. Aus diesem Grund ist die AEE erneut auf die Stadt und insbesondere auf die Wärmeversorgung Pfaffenhofens aufmerksam geworden.

Praxisnaher Erfahrungsaustausch

Ziel des Treffens war es, voneinander zu lernen und konkrete Beispiele aus der Praxis zu teilen: Wie ein Wärmenetz geplant wird, wie Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden können oder welche technischen Lösungen sich besonders bewähren. Während des Besuchs stellten beide Kommunen ihre Energie- und Wärmewende-Projekte vor, die Bürgerenergiegenossenschaft Pfaffenhofen präsentierte sich und Experten informierten zum Austausch alter Ölheizungen.

100 Prozent erneuerbare Energie beim Strom erreicht

Thomas Hirschberger von der Stadtverwaltung berichtete über den aktuellen Stand der Energiewende in Pfaffenhofen an der Ilm. Er betonte: „Im Sektor Strom sind wir seit 2025 zu 100 Prozent erneuerbar. Im Sektor Wärme wollen wir diesen Schritt ebenfalls gehen.“

Im Anschluss gab Dr. Holger Klos im Auftrag der Stadtwerke Pfaffenhofen einen Überblick über den aktuellen Stand von Power-to-Gas, einschließlich der technischen Herausforderungen und der möglichen zukünftigen Einsatzfelder. Eine Power-to-Gas-Anlage wandelt überschüssigen Ökostrom in speicherbares Gas um.

In Gesprächsrunden, Diskussionsphasen und beim gemeinsamen Mittagessen hatten die Teilnehmenden zudem Gelegenheit, sich ausführlich über ihre Erfahrungen auszutauschen. Die Agentur für Erneuerbare Energien aus Berlin begleitete und moderierte den Austausch.

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