Freitag, 02.01.2026
BOCHUM – Ein Polizeieinsatz in Bochum hat in der Nacht auf Montag ein dramatisches Ende genommen: Ein 12-jĂ€hriges MĂ€dchen ist von Polizeibeamten angeschossen worden und schwebt nach Medienberichten in Lebensgefahr. Mehrere Medien, darunter die BILD, berichten ĂŒbereinstimmend ĂŒber den Vorfall.

MĂ€dchen aus Wohngruppe verschwunden

Am Sonntag war das Kind aus einer Wohngruppe verschwunden und als vermisst gemeldet worden. Eine Betreuerin teilte laut Berichten mit, dass die 12-JĂ€hrige auf lebenswichtige Medikamente angewiesen sei. Der Mutter aus Bochum waren bereits zuvor das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht fĂŒr die erkrankte und gehörlose 12-JĂ€hrige entzogen worden.

Einsatz in der Wohnung der Mutter

Im Laufe der Ermittlungen ergab sich demnach der Hinweis, dass sich das MĂ€dchen bei ihrer ebenfalls gehörlosen Mutter im Ruhrgebiet aufhalten könnte. In der Nacht auf Montag rĂŒckte die Polizei gegen 0:30 Uhr zu deren Wohnung in Bochum aus. Da die WohnungstĂŒr zunĂ€chst nicht geöffnet wurde, die Beamten aber GerĂ€usche aus der Wohnung hörten, forderten sie einen SchlĂŒsseldienst an. Noch vor dessen Eintreffen öffnete die Mutter den Polizisten gegen 1:30 Uhr die TĂŒr.

Konfrontation mit Messern – SchĂŒsse der Polizei

Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung trafen die EinsatzkrĂ€fte auf die 12-JĂ€hrige. Nach Angaben der BILD soll das MĂ€dchen zwei Messer in den HĂ€nden gehalten und sich auf die Polizisten zubewegt haben. Daraufhin gaben die Beamten SchĂŒsse ab und trafen das Kind. Die Polizisten leisteten bis zum Eintreffen der RettungskrĂ€fte Erste Hilfe. Ein Notarzt brachte das MĂ€dchen in ein Krankenhaus; nach BILD-Informationen schwebt es in Lebensgefahr.
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