Montag, 19.01.2026

MÜNCHEN – Die Bayerische Richtlinie fĂŒr das Förderprogramm fĂŒr den Erwerb von emissionsfreien und sauberen Nutzfahrzeugen mit Wasserstoffantrieb ist im Ministerialblatt veröffentlicht worden. Der Freistaat fördert kĂŒnftig das Leasing und den Kauf von Brennstoffzellen- und Wasserstoffverbrennerfahrzeugen mit bis zu 80 Prozent der Investitionsmehrkosten.

Aiwanger attackiert Henne-Ei-Problem

Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger betonte die Bedeutung der Maßnahme: „Mit dem neuen Programm gehen wir nun das Henne-Ei-Problem der WasserstoffmobilitĂ€t im Nutzfahrzeugbereich an“, wie er laut Pressemitteilung des Ministeriums sagte. In den vergangenen Jahren habe Bayern den Aufbau von Wasserstofftankstellen bereits deutlich vorangebracht.

„Jetzt sorgen wir dafĂŒr, dass auch ausreichend Fahrzeuge auf die Straße kommen. So entstehen regionale Wertschöpfungsketten mit Vorbildcharakter“, erklĂ€rte Aiwanger. Der Hochlauf der Wasserstoffinfrastruktur sei eine Chance fĂŒr neue ArbeitsplĂ€tze.

Wasserstoffpreis sinkt deutlich

Gleichzeitig gibt es positive Signale fĂŒr den Preis des EnergietrĂ€gers an der ZapfsĂ€ule. Die Tyczka Hydrogen GmbH hat den Preis an ihrer Tankstelle im GĂŒterverkehrszentrum Augsburg fĂŒr Betankungen mit 350 bar Druck Anfang Dezember auf 9,50 Euro netto pro Kilogramm grĂŒnen Wasserstoff gesenkt.

Weitere Preissenkungen sind bei moderaten Energiepreisen, stabilen Erlösen aus der Treibhausgasminderungsquote und steigender Nachfrage fĂŒr 2026 zu erwarten.

Kosten wie bei Dieselfahrzeugen

„Bei einem Wasserstoffpreis von etwa zehn Euro pro Kilogramm liegen die laufenden Kosten wasserstoffbetriebener Lastkraftwagen in vielen AnwendungsfĂ€llen auf einem Ă€hnlichen Niveau wie bei Dieselfahrzeugen“, so Aiwanger. Dadurch, dass Bayern nun einen Großteil der Investitionsmehrkosten der Fahrzeuge ĂŒbernehme, werde die Anschaffung fĂŒr viele Speditionen wirtschaftlich interessant.

Das gelte insbesondere fĂŒr EinsĂ€tze, bei denen rein batterieelektrische Antriebe technisch oder betrieblich an ihre Grenzen stoßen. Der erste Förderaufruf des neuen Programms soll Anfang 2026 stattfinden.

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