DEUTSCHLAND – Hohe Nachzahlungen bei den Nebenkosten haben im vergangenen Jahr viele Mieter kalt erwischt. Und dabei bleibt es nicht: Auch die monatlichen Vorauszahlungen werden für zahlreiche Haushalte spürbar angehoben.
Experten warnen vor weiteren Steigerungen
Das ist nach Einschätzung von Experten erst der Auftakt: In den nächsten Jahren dürften die Kosten weiter steigen – insbesondere beim Heizen und an der Zapfsäule. Ein entscheidender Faktor dabei ist der CO₂-Preis, der spätestens ab 2028 massive Preissteigerungen auslösen könnte.
Nationaler CO₂-Preis seit 2021
Seit 2021 gilt in Deutschland ein nationaler CO₂-Preis auf Heiz- und Kraftstoffe. Mit dem nationalen Emissionshandelssystem sollen steigende Preise den Anreiz erhöhen, Energie zu sparen und auf klimafreundlichere Alternativen wie Wärmepumpen oder Elektroautos umzusteigen. Die entstehenden Mehrkosten tragen letztlich die Verbraucher – sichtbar an der Zapfsäule und auf der Heizkostenabrechnung.
Preiskorridor von 55 bis 65 Euro
Schon zum Jahreswechsel wurde der nationale CO₂-Preis erneut angehoben. Anstelle des fixen Satzes von 55 Euro pro Tonne greift nun ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro. Da Emissionszertifikate erstmals versteigert werden, hängt der tatsächliche Preis stärker von der Nachfrage ab. Ist sie hoch, steigt der Preis Richtung 65 Euro, ist sie gering, bleibt er näher an 55 Euro. Bei Engpässen stehen zusätzliche Zertifikate für 68 Euro zur Verfügung.
