Sonntag, 30.11.2025

GILCHING – Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat der Bayerischen Koordinierungsstelle Drohnen beim Advanced Air Mobility Forum einen Förderbescheid in Höhe von 264.000 Euro ĂŒberreicht. Die neue Einrichtung soll Genehmigungsprozesse fĂŒr gewerbliche DrohneneinsĂ€tze beschleunigen.

Sechsmonatige Wartezeiten nicht akzeptabel

„Die derzeitige durchschnittliche Verfahrensdauer beim Luftfahrtbundesamt betrĂ€gt mehr als sechs Monate. Das ist nicht akzeptabel“, kritisierte Aiwanger. Diese Zeitspanne stelle insbesondere fĂŒr zeitkritische Vorhaben und Start-ups einen Wettbewerbsnachteil dar. Die Koordinierungsstelle, angesiedelt beim Cluster Aerospace, hilft bei der Antragserstellung, vermittelt Ansprechpartner und prĂŒft Unterlagen vorab auf VollstĂ€ndigkeit.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Anwenderforen, die Betreiber aus SchlĂŒsselbranchen zusammenbringen. Ziel ist es, aktiven Austausch zu fördern, GeschĂ€ftsideen anzustoßen und ĂŒber Erleichterungen im Genehmigungsprozess zu informieren.

Bayern als zentraler Luftfahrtstandort

Der Staatsminister unterstrich beim Forum die große Bedeutung der Luftfahrt fĂŒr Bayern. „Bayern mit seinen 350 Luftfahrtunternehmen und ĂŒber 30.000 BeschĂ€ftigten ist ein zentraler Standort fĂŒr die Luftfahrt“, erklĂ€rte Aiwanger. Angesichts der VorfĂ€lle in Bayern und Europa sei die Drohnenabwehr ein zentrales sicherheitspolitisches Thema.

75 Millionen Euro fĂŒr Air Mobility-Projekte

Zahlreiche Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups in Bayern arbeiten an innovativen Drohnentechnologien. „Wir unterstĂŒtzen dieses Technologiefeld mit Nachdruck“, betonte der Minister. Drohnen seien in allen vier Handlungsfeldern der Bayerischen Innovationsstrategie verankert. Förderprogramme haben in den vergangenen Jahren Air Mobility-Technologieprojekte mit 75 Millionen Euro unterstĂŒtzt.

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