Dienstag, 24.02.2026

FORSTENRIED – Ein neuer Windpark entsteht im Forstenrieder Park südlich von München. Der Windkraftausbau in Bayern gewinnt damit weiter an Geschwindigkeit, wie Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger beim Spatenstich betonte. Auf Staatswaldflächen entstehen sechs Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 33 Megawatt.

„Der Windpark im Forstenrieder Park zeigt, wie Energiewende funktioniert: regional und bürgernah“, erklärte Aiwanger. „Genau solche Projekte brauchen wir – mit Kommunen, die anpacken, mit Bürgern, die sich beteiligen, und mit Wertschöpfung, die in der Region bleibt.“ Die sechs Anlagen sollen Strom für rund 20.000 Haushalte erzeugen und stärken damit die Energieunabhängigkeit Bayerns.

Gemeinden und Energiegenossenschaften als Partner

Das Projekt wird von einer Arbeitsgemeinschaft der Gemeinden Neuried, Pullach, Baierbrunn und Schäftlarn umgesetzt. Vier Windräder betreibt die Bürgerwind Forstenrieder Park GmbH & Co. KG, an der neben den vier Gemeinden auch zwei Energiegenossenschaften beteiligt sind. Das Bürgerbeteiligungskapital von 2,4 Millionen Euro war in weniger als zwei Tagen vollständig gezeichnet. Zwei weitere Anlagen betreibt die Innovative Energie für Pullach (IEP) GmbH und nutzt den Strom unter anderem für die örtliche Geothermieversorgung.

Dimensionen und Fertigstellung

Jede der sechs Windkraftanlagen hat eine Leistung von rund 5,5 Megawatt und eine Gesamthöhe von 246 Metern. Der Jahresertrag pro Anlage beträgt etwa zehn Millionen Kilowattstunden. Die Windräder sollen Ende dieses Jahres in Betrieb gehen. Die Bayerischen Staatsforsten, als größter Waldbesitzer Bayerns mit über 800.000 Hektar Fläche, stellen die Standorte bereit und leisten damit einen zentralen Beitrag zur bayerischen Energiepolitik.

Ambitionen für 2030

Bis 2030 sollen rund 500 Windenergieanlagen im Staatswald in Betrieb gehen. Derzeit sind dort 104 Anlagen am Netz, 27 weitere im Bau. Zudem wurden 42 Standortsicherungsverträge für bis zu 170 zusätzliche Anlagen abgeschlossen. Minister Aiwanger fordert vom Bund unterdessen ein Sonderausschreibungsvolumen von 5.000 Megawatt für Windenergie an Land. „Frau Reiche darf bei der Windenergie keinen Fadenriss riskieren,“ sagte der Minister und verwies auf Projekte, die in der letzten Ausschreibungsrunde leer ausgegangen sind.

Teilen.