Samstag, 10.01.2026

INGOLSTADT – Eine 86-jährige Ingolstädterin erhielt am Donnerstagabend (08.01.2026) gegen 21 Uhr einen Anruf eines Betrügers. Dieser gab sich als Polizeibeamter aus und erzählte ihr, dass es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen sei. Dabei konnte ein Einbrecher festgenommen werden, welcher eine Liste mit Namen und Anschriften bei sich hatte, worauf auch ihre Adresse gelistet sei.

Betrüger klingelt an der Tür

Durch geschickte Gesprächsführung brachte er die Seniorin soweit, dass sie sich bereit erklärte, einem weiteren Polizisten ihr zu Hause aufbewahrtes Bargeld zu zeigen. Kurze Zeit nach dem Anruf klingelte es bei der Rentnerin an der Türe und sie ließ den angekündigten falschen Polizeibeamten in ihre Wohnung.

10.000 Euro für Fingerabdruck-Prüfung

Dort übergab sie ihm ihr erspartes Bargeld in Höhe von 10.000 Euro. Unter dem Vorwand, das Bargeld auf Fingerabdrücke zu prüfen, ließ er die Dame zurück und verließ das Haus in unbekannte Richtung.

Viele weitere Anrufe in Ingolstadt

Nachdem der Betrüger nicht mehr zurückkehrte, kamen der Rentnerin Bedenken und sie informierte die Polizei. In den Abendstunden des Mittwochs kam es zu einer Vielzahl von Anrufen im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Ingolstadt mit der Masche „falscher Polizeibeamter“. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen ohne Erfolg.

Polizei warnt eindringlich

Die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt warnt: Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen! Die Polizei ruft Sie niemals unter der Notrufnummer 110 an! Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich! Die echte Polizei fordert niemals Bargeld von Ihnen!

Zeugen werden geboten, Hinweise bezüglich verdächtiger Personen zwischen 18 und 22 Uhr im Südwesten Ingolstadts, Friedrichshofen und Hepberg unter der Telefonnummer 0841 / 93430 zu melden.

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