EBRACH – Der Markt Ebrach hat seine Wasserversorgung und Abwasserentsorgung umfassend saniert und erhält dafür massive finanzielle Unterstützung vom Freistaat Bayern. Insgesamt über 2,16 Millionen Euro an Fördermitteln fließen in das Projekt, das die Gemeinde zukunftssicher macht. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber überreichte beim „Ebracher Wassertag“ heute einen Förderscheck und würdigte das Engagement der Gemeinde.
Glauber betonte die Bedeutung funktionierender Wasser- und Abwasserleitungen für die Bevölkerung: „Unsere Trink- und Abwasserleitungen sind unsichtbar, aber unverzichtbar. Nur wenn sie funktionieren, bringen sie sauberes Trinkwasser in unsere Haushalte und entsorgen unser Abwasser sicher.“ Die bayerische Härtefallförderung nach der Richtlinie RZWas (Förderrichtlinie für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben) ermöglichte Ebrach die höchstmögliche Förderung. Der Freistaat zahlte bereits rund 960.000 Euro aus, weitere 1,2 Millionen Euro folgen Ende Februar.
Umfangreiche Sanierungsmassnahmen abgeschlossen
Ebrach hat die Herausforderung erfolgreich gemeistert: Leitungen, Kanal und Anlagen wurden ertüchtigt. Ein neuer Hochbehälter und ein modernes Überhebepumpwerk im Weiherseetal gingen in Betrieb. Etwa 14 Kilometer Trinkwasserleitungen erhielten eine grundlegende Sanierung. Die Arbeiten begannen 2021 mit einer umfassenden Studie, auf die konkrete Maßnahmen folgten.
Erfolgsmodell fuer ganz Bayern
Die RZWas-Förderung gilt als das bedeutendste Förderprogramm des Umweltministeriums. In den zurückliegenden Jahren unterstützte der Freistaat die Sanierung von über 1.100 Kilometern Wasserleitung und rund 660 Kilometern Abwasserkanälen. Zusätzlich förderte Bayern den erstmaligen Bau von über 400 Kilometern Verbundleitungen, um die Wasserversorgung in Trockenjahren zu sichern. „Wir stehen fest an der Seite der bayerischen Kommunen und lassen sie mit dieser Mammutaufgabe nicht allein“, erklärte Glauber. Für das laufende Jahr stellt der Freistaat insgesamt rund 215 Millionen Euro für wasserwirtschaftliche Projekte in Kommunen bereit.
Die RZWas bietet den Gemeinden weitere Chancen: Hochwasserschutz, Starkregenvorsorge und die Umgestaltung von Gewässern zu klimaangepassten Lebensräumen stehen im Fokus des Förderprogramms. Dadurch können Kommunen ihre Infrastruktur klimaresilient gestalten und gleichzeitig ökologisch wertvolle Räume schaffen.
Mehr Informationen zum Förderprogramm: https://www.stmuv.bayern.de/themen/wasserwirtschaft/foerderung/

