ECHING-DIETERSHEIM – Gegen 10:30 Uhr erhielt eine Seniorin aus Dietersheim am Donnerstag (22.01.2026) einen Anruf einer unbekannten TĂ€terin, die sich als Krankenhausmitarbeiterin ausgab. Sie schilderte der Rentnerin eine schwere Krebserkrankung ihrer Tochter.
Chemotherapie in der Schweiz als Vorwand
FĂŒr eine weitere Behandlung sei eine neue Art der Chemotherapie in der Schweiz erforderlich, welche von der Krankenkasse zu spĂ€t erstattet wird. Zur Lebensrettung der Tochter sei daher eine Vorauszahlung der Behandlung in Höhe von 192.000 Euro notwendig. WĂ€hrend des stundenlangen Telefonats einigte sich die Rentnerin auf eine Ăbergabe von mehreren SchmuckstĂŒcken und Gold.
Falscher Krankenhaus-Mitarbeiter holt Beute ab
Gegen 12:30 Uhr erschien schlieĂlich ein falscher Mitarbeiter des Krankenhauses, um die von der Rentnerin bereitgestellten WertgegenstĂ€nde abzuholen. Der BetrĂŒger nahm die Beute im Wert von rund 125.000 Euro an sich und entfernte sich unerkannt.
Bedenken kamen zu spÀt
Erst gegen 13 Uhr kamen der besorgten Dame Bedenken, woraufhin sie die Polizei informierte. Sofortige eingeleitete FahndungsmaĂnahmen der Polizei verliefen ohne Erfolg.
Polizei sucht diesen Mann
Der Abholer kann nur vage beschrieben werden: MĂ€nnlich, etwa 30 Jahre, 170 Zentimeter groĂ, schlank, schwarze Haare, Drei-Tage-Bart, humpelt leicht, sprach Deutsch mit leichtem Akzent, sĂŒdlĂ€ndisches Erscheinungsbild. Er trug zum Tatzeitpunkt eine weiĂe Jacke.
Kriminalpolizei bittet um Hinweise
Die Kriminalpolizei Erding bittet Zeugen, die am Mittwoch im Gemeindebereich Dietersheim verdÀchtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 08122 / 968480 zu melden.
So schĂŒtzen Sie sich vor BetrĂŒgern
Die Kriminalpolizei rĂ€t: Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie sich nicht sicher sind, wer anruft, und Sie sich unter Druck gesetzt fĂŒhlen. Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an. Sprechen Sie am Telefon nie ĂŒber Ihre persönlichen und finanziellen VerhĂ€ltnisse. Ăbergeben Sie niemals Geld oder WertgegenstĂ€nde an unbekannte Personen. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verstĂ€ndigen Sie ĂŒber den Notruf 110 die Polizei. Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen ĂŒber das PhĂ€nomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der TĂ€ter.
Weitere Informationen zum Thema Schockanruf finden sich im Internet auf den Seiten der PrÀventionskampagne LEG AUF!

