RAIN AM LECH – Nach dem Faschingsumzug kam es in einer Gaststätte in der Hauptstraße gegen 18:30 Uhr zu einem Reizstoff-Vorfall, bei dem ein bislang unbekannter Täter einen stark reizenden Stoff versprühte. Mehrere Gäste klagten daraufhin über starke Atemwegsbeschwerden, Übelkeit, teilweise Erbrechen sowie Augenreizungen. Die gut gefüllte Lokalität wurde unverzüglich geräumt. Das Verlassen des Lokals verlief ruhig und geordnet.
Betreuung und medizinische Versorgung vor Ort
In Abstimmung der Sicherheitspartner richtete sich eine Betreuungs- und Verletztensammelstelle im Rathaus der Stadt Rain ein. Etwa 30 Personen erhielten dort medizinische Versorgung und wurden zum Vorgefallenen befragt. Insgesamt wurden bis zum gestrigen Abend 16 leichtverletzte Personen polizeibekannt, die allesamt nur ambulant behandelt werden mussten.
Großeinsatz mit über 150 Rettungskräften
Am Einsatz beteiligt waren rund 45 Einsatzkräfte der Feuerwehr Rain, der Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Rain, Kreisbrandrat und Stellvertreter, Kreisbrandmeister sowie der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, der Leitende Notarzt und rund 150 Rettungskräfte. Auch Bürgermeister Karl Rehm kam vor Ort, um sich ein Bild der Situation zu machen. Anhand der Befragungen und eingegangener Hinweise leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung in 16 Fällen ein. Die Ermittlungen dauern an.
Weitere Geschädigte und Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Rain in Verbindung zu setzen.

