PFAFFENHOFEN AN DER ILM – Die Pfaffenhofener Winterbühne hat einen gelungenen Auftakt hingelegt: Ein Kinderkonzert der Bayerischen Kammerphilharmonie begeisterte am vergangenen Sonntag ein ausverkauftes Publikum. Das Ensemble aus Augsburg entführte die jungen Zuhörer und ihre Familien auf eine unterhaltsame Entdeckungsreise durch Mozarts Leben und Werk.
Kindgerecht und kurzweilig präsentierten die Solisten gemeinsam mit der Konzepterin und Moderatorin Dr. Stefana Titeica, der Schauspielerin Anna Hartl sowie dem 10-Jährigen Konstantin an der Trompete die einzelnen Orchesterinstrumente. Die Kinder erlebten hautnah, wie unterschiedlich Saiten-, Blas- und Schlaginstrumente klingen können.
Streicher, Flöten und Trommeln zeigen ihre Vielfalt
Wie hört es sich an, wenn man die Saiten einer Geige zupft? Welcher Ton entsteht beim Schlag mit der Rückseite des Bogens auf einen Kontrabass? Solche Fragen beantworteten die Musiker praktisch und nahmen damit die Neugierde der jungen Zuhörer ernst. Streicher, Flöten und Trommeln fügte das Ensemble in kurzen Ausschnitten aus Mozarts bekanntesten Werken zusammen.
Konstantin spielte souverän sein Trompetensolo und bewies damit sein Können. Doch die Musiker sorgten auch dafür, dass das gesamte Publikum aktiv mitgestalten konnte: Kinder wie Erwachsene sangen mit und steuerten Geräusche bei.
Publikum wird zum Teil des Klangerlebnisses
Beim Märchen „Die Zauberflöte“ belebte sich die Musik, und kurz darauf versetzten die Klänge das Publikum mitten in einen tosenden Sturm auf hoher See. Gemeinsam mit dem jungen Amadeus Mozart und seiner Schwester Nannerl erzeugten die Kinder mit Klatschen, Pfeifen und rhythmischen Geräuschen ein eindrucksvolles Klangbild. Das Mini-Orchester und die Trommel ergänzten diese Klangkulisse wirkungsvoll.
Anna Hartl verkörperte die Rolle der Nannerl Mozart und erzählte humorvolle Anekdoten aus dem Familienleben. Sie berichtete von der mehr als dreieinhalb Jahre dauernden Konzertreise der Familie. Gemeinsam mit dem Publikum sang sie das französische Lied „Ah, vous dirai-je, Maman“, das Mozart als Grundlage für seine „Zwölf Variationen in C-Dur“ (KV 265 / 300e) nutzte.
Ein besonderes Highlight: Selbst die Schlüsselbunde von Eltern und Großeltern transformierten sich zu Instrumenten und imitierten das Läuten kleiner Glöckchen an einem Pferdeschlitten in winterlicher Landschaft. Mit langanhaltendem Applaus dankte das Publikum den Mitwirkenden für einen rundum gelungenen Konzertnachmittag.

