MÜNCHEN – Der Tierpark Hellabrunn freut sich über tierischen Zuwachs aus Italien. Seit Dezember 2025 lebt die junge Rote-Panda-Dame Yoko im Münchner Geo-Zoo und bereichert die Anlage um eine neue Bewohnerin. Das im Juni 2024 geborene Tier stammt aus dem Parco Faunistico in La Torbiera in Norditalien und kam wohlbehalten in Hellabrunn an.
Mit Yoko erhält der männliche Rote Panda Justin endlich eine neue Gefährtin. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Erhaltungszucht der faszinierenden Tierart. Bereits wenige Stunden nach der ersten Zusammenführung zeigten die beiden Pandas erste Paarungsaktivitäten – ein vielversprechendes Zeichen für möglichen Nachwuchs in absehbarer Zeit.
Yoko bringt Hoffnung für bedrohte Art
Rote Pandas gehören zu den charismatischsten Bewohnern des Himalaya-Raums. Mit ihrem dichten rotbraunen Fell, dem buschigen Ringelschwanz und der maskenhaften Gesichtszeichnung wirken sie wie aus einem Bilderbuch. Die exzellenten Kletterer sind überwiegend dämmerungsaktiv und ernähren sich hauptsächlich von Bambus, ergänzt durch Früchte, Beeren und Insekten.
Trotz ihres niedlichen Erscheinungsbildes ist die Situation ernst: Die IUCN stuft den Roten Panda als „stark gefährdet“ (Endangered) ein. Lebensraumverlust, Abholzung, Klimawandel und Wilderei setzen den Beständen in freier Wildbahn massiv zu. Moderne Zoos wie Hellabrunn leisten daher einen unverzichtbaren Beitrag zum Artenschutz durch Erhaltungszucht, Forschung und Bildungsarbeit.
Hellabrunn setzt auf Artenschutz weltweit
Tierparkdirektor Rasem Baban äußert sich enthusiastisch zum Neuzugang: „Mit Yoko haben wir nicht nur eine wunderbare neue Botschafterin für ihre Art gewonnen, sondern intensivieren mit der perspektivischen Erhaltungszucht zugleich unser Engagement für den Schutz der Roten Pandas. Ich lade alle Besucherinnen und Besucher herzlich ein, nach Hellabrunn zu kommen und Yoko persönlich kennenzulernen. Ein Zoobesuch begeistert, berührt und schafft Bewusstsein für den Artenschutz.“
Neben Haltung, Pflege und Zucht engagiert sich Hellabrunn seit 2015 im nepalesischen Artenschutzprojekt „Red Panda Network“ finanziell. Das Projekt unterstützt vor Ort im Lebensraum die Renaturierung und Aufforstung, die Bevölkerungsaufklärung und Bildungsarbeit sowie die Verhinderung von Wilderei. Der persönliche Besuch an der Roten-Panda-Anlage in Hellabrunn ermöglicht Besuchern, Yoko zu bewundern und mehr über die Artenschutzarbeit zu erfahren.

