MÜNCHEN – Bezahlen mit Bargeld muss auch weiterhin grundsätzlich überall möglich sein. Das fordert Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber. „Bargeld ist Freiheit. Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen auch künftig die Möglichkeit haben, das Zahlungsmittel frei zu wählen“, wie er laut Pressemitteilung des Verbraucherschutzministeriums sagte.
Digitalisierung darf nicht ausschließen
Digitalisierung ist gut und wichtig. „Allerdings darf die Digitalisierung nicht zu Lasten der Menschen gehen“, wie Glauber laut Pressemitteilung sagte. Bargeld ist für viele immer noch das einfachste Zahlungsmittel, gerade für ältere Menschen und Kinder. „Wir wollen die Menschen auf dem Weg in einen digitalisierten Alltag mitnehmen und sie nicht ausschließen.“
Gläserner Bürger verhindern
„Ein komplett bargeldloser Zahlungsverkehr führt zudem zum gläsernen Bürger“, wie Glauber laut Pressemitteilung warnte. Elektronisch getätigte Zahlungen hinterlassen jedes Mal Datenspuren. Im Extremfall kann das individuelle Einkaufsverhalten komplett digital nachvollzogen werden. „Auch angesichts möglicher Cyberangriffe ist es fahrlässig, ausschließlich auf elektronische Zahlungssysteme zu setzen.“
Flächendeckende Bargeldversorgung
Das Bayerische Verbraucherschutzministerium setzt sich begleitend dazu für eine flächendeckende Bargeldversorgung ein. Dazu zählt auch der Erhalt von Bankfilialen mit Personal in der Fläche.
Analoger Zugang muss bleiben
Darüber hinaus hat das Bayerische Verbraucherschutzministerium 2024 einen Beschluss der Verbraucherschutzministerkonferenz mit auf den Weg gebracht, der deutlich macht, dass auch in Zukunft eine analoge Teilhabe in zentralen Bereichen gewährleistet sein muss. Der Bund und die EU sollen dazu bei ihrer Gesetzgebung sicherstellen, dass Verbraucher auch in Zukunft einen nicht digitalen Zugang zu unverzichtbaren Waren und Dienstleistungen im Bereich der Daseinsvorsorge haben, wie beispielsweise dem Kauf von Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel.

