PFAFFENHOFEN AN DER ILM – Die Stadt nimmt mit einem neuen Video typische Irrtümer zur Wärmepumpe unter die Lupe. Bürgermeister Thomas Herker räumt mit den häufigsten Mythen rund um die Heizungstechnik auf und schafft Orientierung im Heiztechnik-Dschungel.
Vier hartnäckige Mythen im Faktencheck
Das Informationsvideo „Wärmepumpe im Faktencheck“ zeigt verständlich auf, wie zuverlässig und effizient moderne Wärmepumpen arbeiten. Der erste Mythos besagt fälschlicherweise, Wärmepumpen lohnten sich nur im Neubau. Die Realität: Auch viele Bestandsgebäude lassen sich ohne aufwendige Sanierung umrüsten. Eine Fußbodenheizung ist nicht zwingend nötig – oft können vorhandene Heizkörper weitergenutzt oder durch größere ersetzt werden.
Wirtschaftlichkeit überzeugt langfristig
Der zweite Mythos behauptet, Wärmepumpen seien teurer als Gasheizungen. Zwar sind die Investitionskosten zunächst höher, über die gesamte Betriebszeit sind Wärmepumpen jedoch wirtschaftlicher – auch wegen steigender CO₂-Abgaben und hoher staatlicher Förderung.
Effizienz statt Stromfresser
Mythos Nummer drei bezeichnet Wärmepumpen als Stromfresser. Die Wahrheit: Wärmepumpen verbrauchen deutlich weniger Strom als eine Erdgas- oder Ölheizung und arbeiten effizienter. Mit Photovoltaik lassen sich die Betriebskosten weiter reduzieren. Der vierte Mythos behauptet, Wärmepumpen funktionierten bei kalten Wintern nicht. Selbst bei deutlich unter null Grad liefern heutige Anlagen zuverlässig Wärme – der zusätzliche Strombedarf betrifft nur wenige Tage im Jahr.
Fossilfreie Zukunft als Ziel
Mit dem Faktencheck unterstützt die Stadt das langfristige Ziel, Öl und Gas schrittweise durch erneuerbare Energien zu ersetzen und die lokale Wärmewende konsequent voranzubringen. Ansprechpartner der Wärmezentrale ist Thomas Hirschberger unter der Telefonnummer 08441 / 782334 oder per E-Mail an energie@stadt-pfaffenhofen.de. Das Video sowie weitere Informationen gibt es unter pfaffenhofen.de/waermepumpe. Das Video ist auch bei YouTube abrufbar.

