BUDAPEST – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat seinen ungarischen Amtskollegen Dr. Sándor Pintér in Budapest getroffen und damit den engen Dialog zwischen Bayern und Ungarn fortgesetzt. Im Mittelpunkt des Treffens standen der Ausbau der polizeilichen Zusammenarbeit sowie die Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität. Das heutige Gespräch markiert bereits das zwölfte Treffen dieser Art zwischen den beiden Innenministern.
Polizeiliche Zusammenarbeit in vollem Umfang
Herrmann und Pintér erörterten schwerpunktmäßig die polizeiliche Zusammenarbeit in den Bereichen Grenzschutz und Innere Sicherheit. Der regelmäßige Austausch zwischen Bayern und Ungarn ermöglicht es beiden Ländern, bei gemeinsamen Fahndungen, Grenzschutzfragen und der Vorbereitung großer Veranstaltungen eng zusammenzuarbeiten. „Der regelmäßige Austausch mit Ungarn – sei es bei gemeinsamen Fahndungen, Grenzschutzfragen oder der Vorbereitung großer Veranstaltungen – ist für unsere polizeiliche Arbeit von unschätzbarem Wert“, betonte Herrmann. „Nur gemeinsam können wir grenzüberschreitende Gefahren wirkungsvoll und konsequent bekämpfen.“
Ein konkretes Beispiel für die erfolgreiche Kooperation zeigt sich beim Oktoberfest in München: Ungarische Taschendiebfahnder unterstützen die Bayerische Polizei dort sehr erfolgreich und tragen damit wesentlich zur Sicherheit des großen Volksfests bei.
Migration und Westbalkanroute im Mittelpunkt
Ein zentrales Thema des Austauschs bezog sich auf Ungarns exponierte Lage an der Westbalkanroute und die gemeinsamen Herausforderungen im Kampf gegen irreguläre Migration. Herrmann betonte, dass der enge fachliche Austausch es beiden Ländern ermöglicht, lagebezogene Erkenntnisse zeitnah zu gewinnen und operative Rückschlüsse zu ziehen. „Angesichts seiner exponierten Lage entlang der Westbalkanroute steht Ungarn auch bei der Bekämpfung der irregulären Migration besonders im Fokus.“
Der Bayerische Innenminister dankte Ungarn ausdrücklich für die konsequenten Grenzkontrollen. Ein Zeichen der intensiven Zusammenarbeit auf Fachebene: Ende Oktober 2025 besuchte eine Delegation der Ungarischen Grenzpolizei die Direktion der Bayerischen Grenzpolizei und tauschte sich intensiv über die Einführung des neuen EU-Entry-Exit-Systems aus. Dieses System dient dem besseren Schutz der Außengrenzen des Schengenraums.
Traditionen und Kontinuität
Herrmann dankte seinem Amtskollegen für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und betonte die traditionell guten Beziehungen zwischen beiden Ländern. Die Regelmäßigkeit solcher Treffen unterstreicht die Bedeutung kontinuierlicher persönlicher Kontakte auf höchster Ebene für die Sicherheit beider Regionen.

