A9 BEI DENKENDORF – Ein 30-jähriger MaschinenfĂźhrer aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach befuhr am Sonntagabend (11.01.2026) gegen 20:20 Uhr mit seinem 3er BMW den linken Fahrstreifen der A9 in Fahrtrichtung NĂźrnberg. Etwa einen Kilometer nach der AS Denkendorf wechselte er abrupt auf den mittleren Fahrstreifen, wo zu dieser Zeit ein 61-jähriger vietnamesischer Kaufmann aus Bamberg mit seinem VW Touran fuhr.
Kettenreaktion mit drei Autos
Es kam zum seitlichen Kontakt der beiden Fahrzeuge, bei dem zumindest am VW Touran der linke AuĂenspiegel abbrach. AnschlieĂend stieĂ der BMW auf dem mittleren Fahrstreifen frontal in das Heck des davor fahrenden BMW X3 einer 39-jährigen Frau aus dem Landkreis WĂźrzburg, die ihrerseits bedingt durch den AnstoĂ in die Mittelleitplanke schleuderte.
Hubschrauber mit technischem Defekt
Da der Unfallverursacher Ăźber starke Schmerzen im Wirbelbereich klagte, wurde er mit aller Vorsicht von der Feuerwehr unter Einsatz einer Rettungsschere aus dem Auto herausgeholt. Ein Notarzt wurde mit dem Rettungshubschrauber an die Einsatzstelle beordert, der kurz darauf auf der Richtungsfahrbahn NĂźrnberg landete.
A9 zwei Stunden komplett gesperrt
Nachdem der Rettungshubschrauber jedoch aufgrund eines technischen Defektes nicht mehr abheben konnte, blieb die A9 in Fahrtrichtung NĂźrnberg weiterhin komplett gesperrt. Der verletzte Unfallverursacher wurde letztlich mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Alle anderen Unfallbeteiligten blieben unverletzt.
Wein und starke Medikamente
Da der Unfallverursacher den Ersthelfern gegenĂźber angab, eine Flasche Wein getrunken sowie aktuell starke Medikamente eingenommen zu haben, wurde eine Blutentnahme angeordnet. Sein FĂźhrerschein wurde noch vor Ort einbehalten.
Nach gut 90 Minuten konnte der technische Defekt am Rettungshubschrauber provisorisch behoben werden. Die A9 war insgesamt etwa zwei Stunden lang in Fahrtrichtung NĂźrnberg total gesperrt. Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden in HĂśhe von deutlich Ăźber 50.000 Euro.

