Falsche E-Mails fordern zur schnellen Überweisung von Rundfunkbeiträgen auf. Die Nachrichten wirken täuschend echt - sind aber Betrug.
DEUTSCHLAND - Die Verbraucherzentrale Bayern warnt aktuell vor betrügerischen E-Mails im Zusammenhang mit dem Rundfunkbeitrag. Die Nachrichten tragen den Betreff "Ihr Zahlungsplan für den Rundfunkbeitrag ab 2026". Durch die Verwendung der Logos von ARD, ZDF und Deutschlandradio wirken die Mails auf den ersten Blick seriös. Tatsächlich handelt es sich jedoch um Phishing-Mails.
Die Betrüger behaupten, dass bisherige feste Zahlungstermine angepasst worden seien und fordern zur schnellen Überweisung eines angeblich offenen Beitrags auf. "Verbraucherinnen und Verbraucher sollten hier sehr vorsichtig sein. Diese E-Mail stammt nicht vom Beitragsservice", warnt Elisabeth Graml, Fachberaterin bei der Verbraucherzentrale Bayern in einer Pressemitteilung. Verbraucher sollten keinesfalls Geld an die angegebene Kontonummer überweisen.
Hinweise auf den Betrugsversuch sind unter anderem eine unpersönliche Anrede wie "Sehr geehrte Damen und Herren", eine unbekannte Beitragsnummer sowie eine ausländische Bankverbindung, an die der Betrag überwiesen werden soll. Zusätzlich werben die Täter mit einem angeblichen Rabatt für Vorauszahlungen des Rundfunkbeitrags.
"Der Beitragsservice verschickt keine Zahlungsaufforderungen per E-Mail", stellt die Expertin klar. Grundsätzlich muss der Rundfunkbeitrag pro Wohnung entrichtet werden - einen Rabatt gibt es dabei nicht.
Verbraucher sollten skeptisch werden, wenn E-Mails unpersönlich adressiert sind, eine sofortige Zahlung fordern oder mit Rabatten locken. Bei Unsicherheit können Betroffene direkt auf der offiziellen Webseite des Beitragsservice nachfragen oder sich an die Verbraucherzentrale wenden. Auf keinen Fall sollten sie auf Links in verdächtigen Mails klicken oder Geld überweisen.