SCHROBENHAUSEN – Nach elf Jahren ohne Preisanpassung steigen die Freibad-Gebühren moderat an.
SCHROBENHAUSEN – Das Freibad Schrobenhausen passt nach elf Jahren erstmals wieder seine Eintrittspreise an. Der Stadtrat beschloss eine neue Gebührensatzung, die moderate Erhöhungen vorsieht. Wie die Stadt Schrobenhausen mitteilt, kosteten die Preise über Jahre erheblich weniger als in vergleichbaren Freibädern der Region.
Trotz der Anpassung bleiben die Preise günstiger als in Neuburg, Pfaffenhofen, Eichstätt oder Wolnzach. Die Einzelkarte steigt von 4 Euro auf 5 Euro, ermäßigte Karten kosten künftig 2,50 Euro statt zwei Euro. Der Feierabendtarif ab 17 Uhr erhöht sich von 2 Euro auf 2,50 Euro.
Die regulären Saisonkarten steigen von 60 Euro auf 80 Euro. Ermäßigte Karten und Kinderkarten kosten 40 Euro statt bisher 30 Euro. Familiensaisonkarten mit Kindern bis 18 Jahre erhöhen sich von 120 Euro auf 135 Euro.
Sozial schwächere Familien profitieren weiterhin von vergünstigten Tarifen. Saisonkarten für Empfänger von Leistungen nach SGB II sowie Alleinerziehende mit Kindern bleiben bei 60 Euro. Sondertarife für Vereine und Rabatte für Ehrenamtscard-Inhaber ändern sich nicht.
Eine Neuerung betrifft die Saisonkarten: Künftig kostet die Erst- oder Wiederbeschaffung fünf Euro. Bürgermeister Harald Reisner begründet dies mit den hohen Kosten: "Bei rund 1.000 Saisonkarten entstehen jährlich etwa 5.000 Euro für die Wiederbeschaffung nach Verlust oder Entwendung."
Reisner betonte die Bedeutung des Freibads: "Unser Freibad ist ein absolutes Aushängeschild und ein wichtiger Posten für die Stadtverwaltung. Die Kosten sind enorm und können bei Weitem nicht durch die Eintrittsgelder gedeckt werden." Nach über einem Jahrzehnt seien die Preisanpassungen aufgrund gestiegener Energiekosten und umfangreicher Modernisierungen notwendig geworden.
Der Saisonkartenvorverkauf beginnt am 1. Mai täglich von 10 bis 17 Uhr an der Freibadkasse. Die offizielle Freibaderöffnung findet am 15. Mai statt. Dabei wagen sich Stadträte und Bürgermeister Reisner traditionell per Hechtsprung ins Schwimmerbecken und setzen den Startschuss für die Saison 2026.