NÜRNBERG – Die DB InfraGO hat die Hälfte der umfangreichen Bauarbeiten zwischen Nürnberg und Regensburg erfolgreich abgeschlossen.
NÜRNBERG / REGENSBURG – Die Korridorsanierung zwischen Nürnberg und Regensburg hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die DB InfraGO AG hat die Hälfte des umfangreichen Bauprogramms erfolgreich abgeschlossen. Wie das Unternehmen meldet, erneuerten die Bauteams bereits rund 87 Kilometer Gleis, zwölf Kilometer Oberleitung und 39 Weichen.
An den 20 Stationen kommen die Arbeiten planmäßig voran. Die Abrissarbeiten schlossen die Teams bereits im letzten Monat an nahezu allen Bahnhöfen ab. Bahnsteige und Personenunterführungen entstehen in großem Umfang neu.
"Wir arbeiten an allen Gewerken mit Hochdruck und sind mit der baulichen Realisierung im Zeitplan", erklärte Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte DB InfraGO. Entlang der Strecke arbeiten täglich bis zu 2.000 Fachkräfte mit 80 großen Baugeräten. Die komplexen Baumaßnahmen zur Stabilisierung des 37 Meter hohen Deininger Damms verlaufen ebenfalls nach Plan.
Die ersten Wochen zeigen laut Bolte, dass das Konzept aus gebündelten Bauarbeiten und dichtem Ersatzverkehr funktioniert. "So schaffen wir in kurzer Zeit deutlich robustere Anlagen und erleichtern vielen Menschen in der Region künftig den Alltag auf der Schiene", sagte er.
Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, zeigt sich erfreut über den Projektfortschritt. "Als erste Korridorsanierung im Freistaat Bayern aber auch als bedeutende Strecke für den internationalen Schienengüterverkehr kommt diesem Korridor eine besondere Bedeutung zu", erklärte er. Das Projekt liege im Zeit- und Kostenrahmen.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter betont die Wichtigkeit der Strecke: "Täglich verkehren hier mehr als 350 Züge." Der Freistaat beteiligt sich mit 50 Prozent der Kosten des Ersatzverkehrs. "Ich hoffe, die Fahrgäste bekommen bald eine künftig deutlich resilientere Strecke mit pünktlicheren und zuverlässigeren Zügen", sagte Bernreiter.
Seit 6. Februar 2026 erneuert die DB InfraGO gemeinsam mit mehreren Baufirmen die stark befahrene Verbindung. Ziel ist eine langfristig stabilere und leistungsfähigere Strecke. Störungen sollen seltener auftreten, Verspätungen sich schneller auflösen.
Entlang der gesamten Strecke bauten die Teams bereits mehr als 1.300 Fundamente für neue Masten ein. Mehr als 1.000 neue Oberleitungsmasten stehen schon. Hubschrauber transportierten Masten und Material direkt an schwer zugängliche Einsatzorte. Die neuen Weichenverbindungen in Burgthann und Parsberg sind fertig eingebaut.
Der umfangreiche Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Nürnberg und Regensburg läuft stabil. Die Unternehmen go.on und deu.mobil bedienen insgesamt acht Linien. In Spitzenzeiten bringen über 90 Busse die Fahrgäste zuverlässig ans Ziel.
Die Pünktlichkeit der Ersatzbusse liegt bei rund 96 Prozent. Die Ausfallquote beträgt 0,5 Prozent - das entspricht einer ausgefallenen Verbindung unter 200. An größeren Stationen unterstützen Reisendenlenker der Busfirmen sowie der Eisenbahnverkehrsunternehmen agilis und DB Regio.
Bis zum Abschluss der Korridorsanierung am 10. Juli 2026 sollen alle Maßnahmen beendet sein. Die Strecke soll dann langfristig zuverlässiger, leistungsfähiger und für die Fahrgäste komfortabler sein.