STOCKHOLM – Ein schwedischer Angler hat beim WĂŒrmergraben fĂŒr seinen Angelausflug einen archĂ€ologischen Sensationsfund gemacht: einen sechs Kilogramm schweren Silberschatz aus dem 12. Jahrhundert. Der Fund gilt als einer der gröĂten mittelalterlichen SilberschĂ€tze Schwedens.
WĂŒrmersuche fĂŒhrt zu historischem Fund
Der Mann wollte bei seinem Sommerhaus nahe Stockholm angeln gehen und grub nach WĂŒrmern als Köder. Dabei stieĂ er auf einen verrosteten Metalltopf, der voller SilbermĂŒnzen und Schmuck war. Der ehrliche Finder meldete den spektakulĂ€ren Fund sofort den Behörden.
20.000 MĂŒnzen aus der Zeit von König Knut
Der Kupferkessel enthielt sechs Kilogramm Silber aus dem Mittelalter. Anhand der MĂŒnzen mit der PrĂ€gung „KANUTUS“ konnten ArchĂ€ologen die Entstehungszeit bestimmen: Sie stammen aus der Regierungszeit von König Knut Eriksson (geboren vor 1150, gestorben um 1195/1196). Antiquarin Sofia Andersson von der Stockholmer Bezirksverwaltung schĂ€tzt, dass neben Armreifen, Broschen und Spangen rund 20.000 MĂŒnzen in dem Kessel waren, darunter sehr seltene Bischofs-MĂŒnzen.
Vergrabener Schatz aus unruhigen Zeiten
Historiker vermuten, dass der Schatz wĂ€hrend einer Phase mit Unruhen im 12. Jahrhundert vergraben und dann vergessen wurde. König Knut Erikssons Herrschaft war geprĂ€gt von MachtkĂ€mpfen mit rivalisierenden Adelsfamilien. Erstaunlich: Zu dieser Zeit existierte Stockholm noch nicht – die heutige schwedische Hauptstadt wurde erst 1252 gegrĂŒndet.
Die Experten sĂ€ubern und katalogisieren den Fund noch. Es soll geklĂ€rt werden, ob der Schatz aus historischem Interesse einbehalten und der glĂŒckliche Angler entlohnt werden soll.

